Illegale Beseitigung: Weiterer Asbestfund, diesmal im Elm

Helmstedt.  Asbestabfall einfach in den Wald zu schmeißen, das scheint im Kreis Helmstedt zur traurigen Mode zu werden.

Wer diese Asbestplatten im Lappwald illegal losgeworden ist, wird nicht leicht zu ermitteln sein. Der Landkreis hat den umwelt- und gesundheitsgefährdenden Baustoff bereits fachmännisch entsorgen lassen – für mehr als 2000 Euro.

Wer diese Asbestplatten im Lappwald illegal losgeworden ist, wird nicht leicht zu ermitteln sein. Der Landkreis hat den umwelt- und gesundheitsgefährdenden Baustoff bereits fachmännisch entsorgen lassen – für mehr als 2000 Euro.

Über illegale Beseitigungen von Wellasbestzementplatten in großem Ausmaß haben wir vor zwei Wochen berichtet . Beim Landkreis Helmstedt sind seither keine verwertbaren Hinweise auf die Umweltsünder eingegangen, die sich an zwei Stellen im Lappwald zwischen Querenhorst und Rottorf am Klei sowie südlich des Autobahnparkplatzes Uhry großer Mengen des gesundheitsgefährdenden Baustoffes entledigt hatten. Stattdessen ist es nach Auskunft der Kreisverwaltung zu einem weiteren Fund von Wellasbestzementplatten gekommen, und zwar im Elm.

Allerdings seien nach der Berichterstattung in den Helmstedter Nachrichten Hinweise zu illegalem Umgang mit Asbestzement auf Privatgrundstücken in Danndorf und Schöningen eingegangen, teilte Kreis-Pressesprecher Andreas Jünemann auf Anfrage mit. „Die Verwaltung ist diesen Hinweisen durch Nachschau vor Ort bereits nachgegangen.“ Außerdem seien nach dem Zeitungsbericht etliche Anfragen zum korrekten Umgang und zur sachgerechten Entsorgung von Asbestzement beim Landkreis eingegangen.

In diesem Zusammenhang verweist Jünemann auf die Kontaktdaten der zuständigen Experten in der Kreisverwaltung, die Ratsuchenden weiterhelfen können. Auskünfte zum Umgang und zur Entsorgung erteilen die Abfallberatung unter Ruf 05351/121-2517 und die Abfalltechnik unter Telefon 05351/121-2421. Zu Abrissarbeiten, die den Baustoff Asbest betreffen, berät die Bauaufsicht des Landkreises unter Ruf 121-2202. Übersichten über zugelassene Betriebe für Asbestarbeiten hält das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig vor, es ist zu erreichen unter 0531/354760.

Wer im Wald, in der Feldmark oder anderswo auf illegal beseitigten Müll stößt, der sollte sich sofort an die örtlichen Polizeidienststellen oder an den Geschäftsbereich Abfallwirtschaft, Wasser und Umweltschutz des Landkreises unter der Telefonnummer 05351/121-2518 wenden. Per E-Mail können Hinweise an die Adresse: wildermuell@landkreis-helmstedt.de geschickt werden.

In den Mitte September geschilderten Fällen von Umweltfrevel hatten Mitarbeiter der Forstverwaltung jeweils etwa 75 Quadratmeter Wellasbestzementplatten mit einem geschätzten Gewicht von jeweils 1,5 Tonnen an zwei Stellen im Lappwald entdeckt. Anfang September war bereits eine illegale Wellasbestzemententsorgung südlich des Autobahnparkplatzes Uhry angezeigt worden. Da die schweren Platten gut gestapelt gewesen seien, so die Kreisverwaltung, könnte illegal agierendes Gewerbe für die Taten verantwortlich sein.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (1)