Grüne: Schulessen in Lehre schmeckt nicht

Lehre.  Die Meinungen über die Qualität der Mittagsverpflegung an den Grundschulen und Kitas der Gemeinde Lehre gehen weit auseinander.

Vom Mittagessen an den Grundschulen der Gemeinde Lehre sind zumindest einige Erwachsenen nicht sehr angetan.

Vom Mittagessen an den Grundschulen der Gemeinde Lehre sind zumindest einige Erwachsenen nicht sehr angetan.

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Qualität der Mittagsverpflegung, digitale Vernetzung, Entwicklung der Schülerzahlen – mit all diesen Themenkomplexen befasste sich der Schulausschuss des Rates der Gemeinde Lehre am Donnerstag.

Das Urteil über die Qualität der Mittagsverpflegung an den kommunalen Grundschulen und Kinderbetreuungseinrichten könnte nicht gegensätzlicher ausfallen: So sehen beispielsweise die Schulleitungen aus Flechtorf und Lehre sowie auch die Flechtorfer Elternvertretung keinen Grund zur Klage. Die Grünen hingegen monieren gleich ein ganzes Bündel an Schwachpunkten: Geschmack, Zusammenstellung und die Temperatur der Speisen.

Das alles ist nicht neu und wurde von den Grünen schon mehrfach angesprochen. Auf der Schulausschuss-Sitzung Anfang September beschlossen die Ausschuss-Mitglieder, zumindest unter den Grundschülern eine Befragung vorzunehmen.

Doch passiert ist seit dem gar nichts. Nun kam das Thema wieder hoch, auch wurde seitens einzelner Ausschuss-Mitglieder die Frage nach Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten gestellt. Auch ging um die Frage, wer denn eigentlich Vertragspartner der Essenslieferanten sei – die Gemeinde Lehre oder jeweils die Eltern. Zudem fragte Ausschuss-Mitglied Ommo Ommen (UWG), ob bekannt sei, welche Mengen des Essens täglich weggeworfen würden.

Zu den aufgeworfenen Fragen soll die Verwaltung nun zur nächsten Sitzung des Schulausschusses Antworten liefern. Hinsichtlich der Befragung wird nun angestrebt, diese im zweiten Quartal des kommenden Jahres vorzunehmen.

Auch schon mehrfach – erstmals im vergangenen Jahr – hat der Schulausschuss gefordert, dass ein Konzept zur digitalen Vernetzung der kommunalen Immobilienstandorte – also auch zu den Grundschulen – erarbeitet werden soll. „Hier erwarten wir ganz klar die Vorlage eines Konzeptentwurfes als Diskussionsgrundlage“, erklärte Ausschussmitglied Andreas Schneider-Adamek (CDU). Chris Schulze, seit Anfang April kommunaler IT-Systemadministrator, äußerte Zweifel an der Möglichkeit, eine zentrale Daten- und Programmverwaltung, wie vom Ausschuss gefordert, einzurichten. Vorarbeiten hinsichtlich eines Konzeptes habe es zudem noch nicht gegeben, berichtete Schulze.

„Warum wir hier in der Gemeinde keinen zentralen Rechner betreiben können, erschließt sich mir nicht. Heute haben deutsche Firmen ihr Rechenzentrum in Indien stehen, aber wir sollen hier so etwas innerhalb der Gemeinde nicht hinbekommen?“, stellte Ausschussmitglied Karin Kruse-Dillschneider (SPD) fassungslos fest.

Durch steigende Schülerzahlen wird sich zusätzlicher Raumbedarf an den Grundschulstandorten ergeben. Schon im Jahr 2021 wird die Kapazitätsgrenze von 520 Plätzen an den Grundschulen erreicht, im Jahr 2024 nach derzeitigem Kenntnisstand deutlich überschritten. Auch dies ist schon länger bekannt. Nun forderte Ausschuss-Vorsitzender Jens Hoppe (SPD) eindringlich, dass die Gemeinde Lehre als Schulträger schnellstmöglich ein Konzept zur Beratung in die politischen Gremien einbringen solle.

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