Mit der „MietBar“ kommt neue Geschäftsidee nach Helmstedt

Helmstedt.  Eine Bar, die man mieten kann – nicht nur für Partys, sondern auch für Workshops und Schulungen –, das ist neu in Helmstedt.

Ansgar Morawe hat vor sechs Wochen seine „MietBar" in einer ehemaligen Kneipe am Kleinen Katthagen eröffnet..

Ansgar Morawe hat vor sechs Wochen seine „MietBar" in einer ehemaligen Kneipe am Kleinen Katthagen eröffnet..

Foto: Michael Strohmann

Ansgar Morawe, von Beruf Entwicklungsingenieur für Heizungsanlagen, hat seine Geschäftsidee am Kleinen Katthagen verwirklicht. Seit sechs Wochen können Kunden die Räume buchen, in denen sich bis vor einigen Jahren die Kneipe „Goldenes Eck“ befunden hat.

Morawe ist ein Zugezogener aus Braunschweig. Helmstedt hat ihn vor zwei Jahren angelockt. „Man merkt einfach, dass das eine alte Universitäts- und Handelsstadt ist“, erzählt der 51-Jährige. Aus seiner Sicht ein Standortvorteil, zumal in der Kombination mit moderaten Immobilienpreisen. Für ihn stand jedenfalls schnell fest, dass es sich lohnt, einen „hohen fünfstelligen Betrag“ in den Umbau der alten Kneipen-Räume zu investieren. Er erwarb zudem das gesamte Gebäude.

Als Angestellter unterstützt der Licht- und Tontechniker Holger Babst das junge Unternehmen. Mit seinem Fachwissen sei es möglich gewesen, die „MietBar“ mit einer leistungsfähigen Sound- und Beleuchtungsanlage auszustatten, berichtet Morawe. Zur technischen Ausstattung gehören auch Beamer und ausfahrbare Großleinwände. Auf denen können Musikvideos gezeigt werden, aber auch Firmenpräsentationen oder Schulungsfilme.

Das Geschäft mit den flexibel nutzbaren Miet-Räumen sei gut angelaufen, sagt Morawe. Und die Nachbarschaft zeige viel Verständnis. „Die rufen nicht gleich die Polizei, wenn Kunden die Sound-Anlage aufdrehen“, berichtet der 51-Jährige. Stattdessen würden sie den Hinweis geben, die Lautstärke bitte zu reduzieren – was bisher stets geklappt habe. In die Schalldämmung habe er überdies einiges investiert, sagt Morawe. „Was ist zumutbar und wann wird es zu laut, das testen wir momentan noch aus.“

Als Party-Location für ausgelassene Jugendliche ist die „MietBar“ ohnehin nicht gedacht. Das Mindestalter für Mieter beträgt 25 Jahre. Eine Sperrstunde gibt es nicht. „Jedoch müssen unsere Kunden alle gesetzlichen Auflagen und Bestimmungen einhalten“, betont Morawe. Rücksichtnahme auf das Umfeld der „MietBar“ sei ihm wichtig.

Bis zu 40 Personen kann die Location am Kleinen Katthagen gut verkraften. „Die Bestuhlung ist flexibel möglich, unser Mobiliar passt auch für Familienfeiern“, meint Holger Babst. Unter der Woche eigne sich die Miet-Bar, die über einen ausgewachsenen Tresen mit Hockern verfügt, zum Beispiel für Firmenveranstaltungen, erläutert Morawe. Private Partys seien eher ein Thema fürs Wochenende.

Wer Näheres über die Mietkonditionen erfahren möchte, schaut nach im Internet unter: www.ansgars-mietbar.de.

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