Umbau soll Einzelhandel in Helmstedter Fußgängerzone halten

Helmstedt.  In dem leerstehenden Ladengeschäft in der Neumärker Straße 13 in Helmstedt soll Mitte 2020 ein neuer Anbieter seine Pforten öffnen.

Im Zuge des Umbaus wird diese Decke verschwinden. Dadurch gewinnt der Verkaufsraum an Höhe.

Im Zuge des Umbaus wird diese Decke verschwinden. Dadurch gewinnt der Verkaufsraum an Höhe.

Foto: Michael Strohmann

Sie glaube an die Helmstedter Fußgängerzone als Standort für den Einzelhandel, sagt Petra Schadebrodt, bis vor Kurzem Vorsitzende der Werbegemeinschaft Helmstedt aktuell/Stadtmarketing. Wer würde ihr das nicht abnehmen? Schließlich reichen die Einzelhandelsaktivitäten ihrer Familie in der Neumärker Straße zurück bis in die 30er Jahre.

Dort, wo alles mit einem Radioladen ihres Großvaters begann, im Gebäude Neumärker Straße 13, will Schadebrodt ein Zeichen dafür setzen, dass der Handel im Helmstedter Stadtzentrum – entgegen den gängigen Unkenrufen – eine Zukunft hat. Das seit mehr als einem Jahr leerstehende Ladengeschäft lässt Schadebrodt seit Mitte November gründlich umbauen. „Ich will es fit machen für die heutigen Anforderungen“, verrät die Helmstedterin, deren 2014 verstorbener Vater Hans-Günther Stamer zeitlebens ein engagierter Verfechter des Handels im Herzen der Stadt gewesen ist, als Ratspolitiker und Einzelhandelsverbands-Vorsitzender. „Wer an die Fußgängerzone glaubt, muss Taten sprechen lassen“, sagte Schadebrodt am Donnerstag bei einem Gespräch mit unserer Zeitung auf der Baustelle.

In den nächsten sechseinhalb Monaten werden die Geschäftsräume ein komplett neues Gesicht erhalten. So wird zum Beispiel die recht niedrige Decke des großen Verkaufsraums herausgenommen. An ihre Stelle tritt eine abgehängte Decke mit einer Höhe von 3,50 Metern. Das ermöglicht dem neuen Nutzer ein großzügigeres Ambiente. Aber wer wird der neue Mieter sein, der sein Geschäft nach derzeitiger Planung am 1. Juli 2020 eröffnen soll? Dazu schweigt sich die Vermieterin aus. „Jetzt konzentrieren wir uns erst einmal auf den Umbau“, hielt sich Schadebrodt bedeckt. Eines immerhin steht fest: Dem neuen Ladenbetreiber werden etwa 210 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung stehen.

Da ein größerer Umbau für die unmittelbaren Nachbarn meist kein Vergnügen ist – zumal, wenn Schuttcontainer und Bauzäune mitten in der Fußgängerzone ins Spiel kommen –, hat sich Petra Schadebrodt etwas einfallen lassen: Sie verteilte Grußkarten mit der Botschaft „Entschuldigung für Lärm und Dreck“ nebst kleiner Süßigkeit. Bauherrin ist die Stamer GmbH & Co. KG.

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