Klärschlammverbrennung: Spatenstich für Januar geplant

Schöningen.  Rüdiger Bösing von der EEW informiert in Schöningen über den Projektstand der Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage am Standort Buschhaus.

Im Jahr 2021 soll die Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage nach aktuellen Planungen der EEW am Standort Buschhaus ihren Betrieb aufnehmen.

Im Jahr 2021 soll die Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage nach aktuellen Planungen der EEW am Standort Buschhaus ihren Betrieb aufnehmen.

Foto: Volker Linne/Archiv

Über den Projektstand der Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage am Standort Buschhaus informierte Rüdiger Bösing am Donnerstagnachmittag in Schöningen im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung.

„Wir erwarten in diesen Tagen die Betriebsgenehmigung“, erklärte der Kaufmännische Geschäftsführer der EEW Energy from Waste Helmstedt GmbH im Schöninger Rathaus. Bereits ausgehoben sei die Baugrube, der erste Spatenstich sei für den 23. Januar geplant. Mit der Inbetriebnahme der Anlage, die etwa 15 Arbeitsplätze bieten wird, rechnet Bösing für 2021.

Zwischen 12.000 und 15.000 Tonnen phosphorhaltige Asche sollen laut Bösing dann durch die Klärschlammverbrennung am Standort Buschhaus produziert werden. Die EEW hat bereits Vorverträge mit zwei Abnehmern geschlossen, die aus der Asche handelsübliche Düngemittel herstellen wollen und zu denen die bei Buschhaus anfallende Asche zunächst transportiert werden soll. In Haldensleben wird derweil von der Firma Seraplant eine solche Phosphor-Recycling-Anlage für rund 20 Millionen Euro gebaut. Sie soll im Herbst nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen.

Perspektivisch solle laut Bösing eine solche Phosphor-Rückgewinnung direkt neben der Monoverbrennungsanlage bei Buschhaus installiert werden, mit einer Kapazität von rund 60.000 Tonnen Dünger pro Jahr. Zwei Interessenten dafür gebe es, jedoch müsste zunächst von der Helmstedter Revier GmbH (HSR) ein entsprechendes Grundstück erworben werden. „Bis zum geplanten Betriebsende des Kraftwerkes Buschhaus bleiben dafür noch neuneinhalb Monate Zeit – der Showdown läuft also“, sagte Bösing. 10 bis 12 Arbeitsplätze, schätzt Bösing, würden durch eine solche Anlage entstehen. Zur Realisierung sei zudem eine ausreichende Unterstützung mit Fördermitteln notwendig.

Über den derzeitigen Stand der Pläne der HSR werde deren Geschäftsführer Thoralf Klehm vermutlich in der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses Ende Januar informieren, kündigte Bürgermeister Henry Bäsecke an. Zur Frage, ob die wie HSR zum Rückbau des Kraftwerks verpflichtet sei, erklärte er: „Das Bergamt hat uns jetzt mitgeteilt, dass es für den Kraftwerkstandort nicht zuständig sei. Deshalb erwarten wir jetzt eine Antwort auf diese Frage vom Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig.“ Bereits am 8. Januar solle es mit der HSR ein Gespräch über den gemeinsamen Planungsverband „Buschhaus“ geben, in dem sich die Städte Schöningen und Helmstedt zusammenschließen.

Mit Blick auf die Sanierung des Marktplatzes berichtete Bäsecke, dass die Kanalbauarbeiten fast abgeschlossen seien. „Die Firma wird die Baustelle jetzt verlassen, anschließend sind nur noch die Pflasterarbeiten vorzunehmen.“ Das milde Winterwetter werde es vermutlich ermöglichen, dass bis auf die Weihnachtspause durchgearbeitet werden kann. Bäsecke rechnete damit, dass die Straße Neuetor Anfang nächster Woche wieder für den Verkehr freigegeben werden könne.

Die ältestes Kirche im Braunschweiger Land, St. Lorenz in Schöningen, wird im kommenden Jahr ihr 900-jähriges Bestehen mit einem umfangreichen Festprogramm würdigen. „Es wird sich durch das gesamte Jubiläumsjahr ziehen“, kündigte Ratsfrau Elke Stern an. Konzerte und Ausstellungen gehören ebenso dazu dazu wie und besondere Gottesdienste und ein Symposium mit Fachvorträgen. Höhepunkt der Feierlichkeiten wird der Kloster- und Laurentiusmarkt am 12. Juli sein. Zudem wird ein 300-seitiges Buch nicht nur über die Geschichte des Gotteshauses informieren.

Mehr zu diesem Kirchenjubiläum und zum Projekt „Betriebsnachbarschaften“, das Peter Klaassen vom Helmstedter Reviermanagement in der Sitzung vorstellte, lesen Sie in unseren nächsten Ausgaben.

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