Gewässerschau in Velpke – Neue Gräben brauchen Zuwendung

Velpke.  Die Gewässerschau fand am Freitagmorgen in der Gemeinde Velpke statt. Das Ergebnis: Die Kommune hat ihre Gewässer offenbar gut im Griff.

Einmal im Jahr schaut sich eine Delegation aus Politik, Feldmarkinteressentschaft und Verwaltung die Gewässer der dritten Ordnung in der Gemeinde Velpke an. Sie ist für deren Unterhaltung zuständig. Stefanie Wilke (links) leitete die Schau.

Einmal im Jahr schaut sich eine Delegation aus Politik, Feldmarkinteressentschaft und Verwaltung die Gewässer der dritten Ordnung in der Gemeinde Velpke an. Sie ist für deren Unterhaltung zuständig. Stefanie Wilke (links) leitete die Schau.

Foto: Erik Beyen

Die Umgebung der Gemeinde Velpke offenbart wunderschöne Fleckchen Erde, wenn man sich ihnen von der richtigen Seite nähert. Einmal im Jahr tut genau das eine Delegation aus Politik und Feldmarkinteressentschaft – und zwar auf Einladung der Verwaltung, konkret des Fachbereiches III um dessen Leiterin Stefanie Wilke.

Gewässerschau nennt sie die kleine Reise rund um die Gemeinde. Am Freitagmorgen war die Delegation wieder unterwegs von Graben zu Graben. Ergebnis: Zwei „Neue“ brauchen etwas Zuwendung. Ansonsten hat die Gemeinde Velpke ihre Gewässer offenbar gut im Griff.

Es geht um Gewässer der dritten Ordnung, etwa Teiche und Gräben. Für deren Unterhaltung ist die Gemeinde zuständig. Die Reise der Delegation begann in Meinkot am Teich, besser hinter dem Teich am Teichgraben. Über den musste eine neue Brücke gebaut werden, ein Bauwerk, das 2019 schon in Betrieb gegangen ist. Kleiner Schönheitsfehler: Die Erbauer der Brücke, ein lokales Unternehmen, hatten es mit dem Beton für das Fundament etwas zu gut gemeint, sprich – zu viel Beton genutzt. Der Teichgraben geht jenseits der Ortsdurchfahrt von Meinkot in den Mühlengraben über. Da sah es im vergangenen Jahr noch wild aus, Weiden hatten den Graben fest im Griff – wohlbemerkt: hatten. Und damit die Pflanze am Uferbereich keine Chance mehr hat, ist die Verwaltung ein Abkommen mit einem Landwirt eingegangen. Dessen Kühe dürfen das frische Grün abweiden.

Der Mühlengraben verläuft bis nach Wahrstedt. Auf halber Strecke etwa macht er eine 90-Grad-Kurve und quert einen Feldweg. Die Brücke des Weges war zuletzt beschädigt. Auch dieser Mangel ist behoben.

Einen „neuen“ Graben hatte die zuständige Mitarbeiterin im Fachbereich III, Stefanie Streich, gefunden. „Bei der Durchsicht des Katasters ist uns der Graben aufgefallen“, sagte Stefanie Wilke dazu. Er befindet sich hinter der Kläranlage zwischen Velpke und Meinkot, ist geschätzt nur 40 Meter lang, braucht aber kräftig Zuwendung. Er ist stark verwuchert. „Da müssen wir richtig ran“, so Wilke. Wie das aussehen könnte, will sie nun klären.

Wie teuer die Unterhaltung der gemeindlichen Gewässer sein kann, zeigt ein Beispiel von Rigolen, die das Baugebiet Wiesenweg entwässern. Schilf macht sich breit und muss demnach etwa im Zwei-Jahres-Takt entfernt werden. Für keine 20 Meter muss die Gemeinde dafür 6000 Euro zahlen. Das gesamte Entwässerungssystem ist naturnah gehalten und ähnelt einem Biotop, bringt allerdings Kosten und enormen Aufwand mit, der zum Teil vom Bauhof abgedeckt wird.

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