Schöninger Arztpraxis wegen Corona geschlossen

Helmstedt.  Die Internistenpraxis Meyer in Hoiersdorf schließt zunächst bis 17. April. In der Kreisverwaltung Helmstedt ist Schutzkleidung eingetroffen.

In der Kreisverwaltung Helmstedt ist eine erste Teillieferung von 6000 Schutzmasken, 1000 Paar Handschuhen und 150 Schutzanzügen in Empfang genommen worden.

In der Kreisverwaltung Helmstedt ist eine erste Teillieferung von 6000 Schutzmasken, 1000 Paar Handschuhen und 150 Schutzanzügen in Empfang genommen worden.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Im Kreis Helmstedt wurden bisher 84 Menschen mit einer Corona-Infizierung registriert. Davon sind bereit 24 wieder genesen, teilt die Kreisverwaltung mit (Stand Dienstag, 14.30 Uhr).

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Betroffen ist auch die Hoiersdorfer Praxis von Internist Stefan Meyer. Er hat sie deshalb vorsorglich bis voraussichtlich 17. April geschlossen. „Zwei Teammitglieder sind leicht an Covid-19 erkrankt“, bestätigte er unserer Zeitung. „Wir hoffen, dass wir in zwei Wochen wieder öffnen können.“ Die Vertretung übernehmen die Schöninger Praxen Christians und Witte. Auch die Jerxheimer Praxis der Kolleginnen Lieder und Voge sowie Günther ist ansprechbar.

Alle Patienten, die in den letzten Tagen in der Praxis waren, wurden bereits oder werden vom Gesundheitsamt angerufen. „Die Durchführung von Rachenabstrichen oder weiterer Diagnostik bei symptomlosen Kontaktpersonen ist nicht erforderlich“, erläutert der Mediziner auf seiner Praxis-Homepage (www.internistenpraxis-meyer.de).

Beim Landkreis Helmstedt ist derweil eine erste Teillieferung an dringend benötigter Schutzausrüstung eingegangen. Thomas Wächter, Leiter des Rettungsdienstes und Mitglied im Corona-Krisenstab, nahm am Montag 6000 Schutzmasken, 1000 Paar Handschuhe und 150 Schutzanzüge in Empfang, teilt die Kreisverwaltung mit. Das Material wurde im Wesentlichen an die Helios-Klinik vergeben, deren Bestände fast aufgebraucht waren.

3000 Schutzmasken sowie -anzüge wurden parallel durch das DRK-Helmstedt angefordert. Bereits am Samstag traf eine größere Menge an Desinfektionsmitteln ein. Die erwarteten weiteren Lieferungen sind laut Kreisverwaltung bereits verplant. „Alle Bereiche sollten deshalb parallel ihre Quellen und Kanäle anzapfen, um ihren jeweiligen Bedarf zu decken“, betont Wächter.

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