Lebensgefährlich: Kinder graben drei Meter tiefe Grube

Königslutter.  Mitarbeiter der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe entdecken einen tiefen Graben in einem alten Regenwasserrückhaltebecken in Königslutter.

Im trockenen Regenwasserrückhaltebecken am Rieseberger Weg in Königslutter haben Unbekannte einen drei Meter tiefen Stollen gegraben. WEB-Mitarbeiter hatten es entdeckt.

Im trockenen Regenwasserrückhaltebecken am Rieseberger Weg in Königslutter haben Unbekannte einen drei Meter tiefen Stollen gegraben. WEB-Mitarbeiter hatten es entdeckt.

Foto: Privat / Wolfsburger Entwässerungsbetriebe

Sehr viel Glück hatten offenbar Kinder, die eine drei Meter tiefe Grube im trockenen Regenwasserrückhaltebecken am Rieseberger Weg in Königslutter gegraben hatten. Das machten jetzt Königslutters Bürgermeister Alexander Hoppe und Gerhard Meier, Vorstand der zuständigen Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB), in einer gemeinsamen Pressemitteilung öffentlich. Sie wollen damit eine Warnung aussprechen, da das Loch lebensgefährlich hätte werden können.

Entdeckt worden war der Graben im alten Becken der Zuckerfabrik demnach vergangene Woche von WEB-Mitarbeitern. Alle Gewässer und Rückhaltebecken würden regelmäßig abgegangen, um deren Sicherheit zu überprüfen. „Der durch Menschenhand entstandene Stollen war etwa drei Meter tief und 80 Zentimeter breit und ist durch die Mitarbeiter der WEB bereits wieder aufgefüllt worden“, heißt es dazu in der Pressemitteilung. „Wir gehen davon aus, dass Kinder dort gegraben haben“, sagte Bürgermeister Hoppe auf unsere Nachfrage zu den Verursachern und vermutet, es könnte eine Art Abenteuer gewesen sein.

Zwar hätte niemand beobachtet, dass es tatsächlich Kinder gewesen seien, ergänzte WEB-Vorstand Meier in einer schriftlichen Auskunft, jedoch deute „die Art der Grabung auf Kinder oder Jugendliche hin“. „Wir möchten nachdrücklich darauf hinweisen, dass solche Grabungen lebensgefährlich werden können – für die Grabenden selbst oder auch für Passanten“, warnen beide vor der Gefahr solcher Gräben, und werden in der gemeinsamen Mitteilung weiterhin zitiert: „Die Gefahr ist groß, dass jemand stürzt und sich verletzt oder im schlimmsten Fall von der losen Erde begraben werden könnte. Eltern sollten dies dringend ihren Kindern erklären.“

Bei dem Boden am Rieseberger Weg handele es sich um leicht verfestigten Sand, erläuterte Meier uns gegenüber. „Deshalb war es so besonders gefährlich. Solche Grabungen sind aber unabhängig vom Boden immer ein Risiko auf Leben und Tod“, betonte er. Gerhard Meier hält die Warnung deshalb grundsätzlich für wichtig.

Andere Fälle dieser Art seien ihm nicht bekannt, vermutlich sei die Gelegenheit an anderen Rückhaltebecken so nicht gegeben. Auch eine Einzäunung der Becken sei nicht notwendig, da von den leeren Becken in der Regel keine Gefahr ausgehe.

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