Bisher nur maue Besucherzahlen im Freibad Räbke

Räbke.  Nur 6700 Besucher zählte das Freibad Räbke bisher. Das führt zu deutlich verminderten Erträgen. Auch die Saison soll früher beendet werden.

Diese Aufnahme im Freibad Räbke ist nach Badeschluss entstanden, dennoch: Die bisherigen Besucherzahlen sind sehr niedrig.

Diese Aufnahme im Freibad Räbke ist nach Badeschluss entstanden, dennoch: Die bisherigen Besucherzahlen sind sehr niedrig.

Foto: Sebahat Arifi

Eine ernüchternde Zwischenbilanz zu den bisherigen Besucherzahlen im Freibad Räbke zog Fachbereichsleiterin Angela Lux am Donnerstagabend. In der Sitzung des Bau-, Planungs-, Friedhofs- und Freibadausschusses der Samtgemeinde Nord-Elm ging es auch um die kommenden Investitionen unter anderem für das Bad, dessen 40-jähriges Bestehen bevorsteht.

Bereits jetzt hatte der Ausschuss das Thema Haushalt 2021 auf der Tagesordnung. Für die entsprechenden Bereiche wollte Lux Anregungen und Vorschläge für mögliche Investitionen seitens der Politik einholen, bevor die eigentlichen Haushaltsberatungen beginnen, erläuterte sie das frühe Vorgehen. Zunächst ging sie auf die Liste der Vorhaben ein, die unter anderem corona-bedingt bisher nicht hatten umgesetzt werden können. Dazu gehörte die Brandschutzprüfung in der Nord-Elm-Halle.

Rampe für Süpplinger Friedhof

Diese soll nun im September nachgeholt werden. „Da wissen wir noch nicht, was auf uns zukommt“, machte Lux deutlich. Es sei zwar immer wieder etwas in Stand gesetzt worden, doch mögliche neue Investitionen seien nicht abzuschätzen. Für den Bauhof werde ein neues Fahrzeug notwendig, kündigte sie weiter an. Die Fachbereichsleiterin schlug vor, keines mehr zu kaufen, sondern eines zu leasen. Für den Bereich Friedhöfe berichtete Samtgemeinde-Bürgermeister Matthias Lorenz.

In Räbke waren im Februar noch die acht kranken Blaufichten gefällt worden. Unter anderem steht der Anstrich der Süpplingenburger Kapelle aus. Auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Klaus-Peter Ohler (SPD/CDU/UWG-Gruppe) informierte Lorenz, dass die geplante Rampe für einen behindertengerechten Zugang zum Süpplinger Friedhof „im Werden“ sei. Allerdings würden die dafür veranschlagten 4000 Euro nicht ausreichen.

W-Lan für das Freibad

Ohler brachte zudem das Thema W-Lan im Freibad auf den Tisch. „Wie weit ist die Idee?“, wollte er wissen. Da jetzt der Glasfaseranschluss komme, sollte die Lage bewertet und finanzielle Mittel bereitgestellt werden, befand er, damit man im Fall des Falles Handlungsbereit sei. Guido Ruhe (LuB), gleichzeitig auch Vorsitzender des Sport- und Fördervereins, wollte endlich eine Entscheidung zu der geplanten neuen Rutsche.

„Wir sollten endlich entscheiden, ob wir das Projekt entweder begraben oder weiter verfolgen“, sagte er hinsichtlich der Kosten, die für die neue Rutsche aufkämen. Auch der Förderverein habe 15.000 Euro dafür bereitgestellt, die sonst anderweitig investiert werden könnten. Den Schätzungen nach würden sich die Kosten für die Rutsche mit Aufbau auf etwa 80.000 bis 90.000 Euro belaufen. Das Thema soll nun auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung gesetzt werden.

Voraussichtlich nur ein Viertel der Freibad-Erträge

Einig waren sich die Mitglieder, dass Mittel für eine Feier zum 40-jährigen Bestehen des Bades eingeplant werden sollten. Welche weitere Investitionen im Freibad noch umgesetzt werden können, müsse aufgrund des aktuell verminderten Budgets allerdings noch geprüft werden, stellte Angela Lux heraus. „Wir haben bisher nur 6700 Besucher“, nannte sie aktuelle Zahlen. In der vergangenen Saison kamen gut 45.000 Besucher. Im Vergleich zu den anderen drei Freibädern im Kreis seien das aber immer noch die höchsten, sagte die Fachbereichsleiterin weiter. „Wir werden etwa ein Viertel der Erträge erreichen, die wir eingeplant hatten“, kündigte sie an.

Bisher seien nur zwei oder drei Mittagszeiten ausverkauft gewesen, die Höchstzahl ist mittlerweile auf 250 pro Zeitabschnitt erhöht worden. Trotz der Situation seien auch Einsparungen möglich gewesen: beim erwärmten Wasser in den Duschen. Derzeit würden etwa vier bis fünf Kubikmeter pro Tag verbraucht. In einer regulären Saison seien es 20 bis 30 pro Tag. „Wir hatten manchmal Kosten von bis zu 2800 Euro pro Monat. Es wäre zu überlegen, ob wir Duschmarken einführen sollten“, schlug sie hinsichtlich eines möglichen Einsparpotenzials vor.

Früheres Saisonende

Dagegen sprach sich Guido Ruhe aus. Es würde zu einer Minderung der Freibad-Attraktivität führen. Fest steht offenbar auch, dass die Saison schon am 31. August und nicht im September beendet werden soll. „Es ist eine ganz aktuelle Empfehlung der anderen Badbetreiber“, informierte Lorenz dazu auf Nachfrage. „Und wir sind auch dafür.“

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