Naturschutzbund verstärkt sein Engagement im Kreis Helmstedt

Königslutter.  Studenten, die im Auftrag des Naturschutzbundes unterwegs sind, informieren über lokale Nabu-Projekte – und werben um neue Mitglieder.

Im Auftrag der Nabu-Kreisgruppe unterwegs (hinten von links): Mara Drinhausen, David Cigelski, Julian Bergmann, Josua Schneider und Luca Thomas. Das Banner halten Josefine Beims von der Nabu-Regionalgeschäftsstelle und Reinhard Wagner, Vorsitzender der Nabu-Kreisgruppe.

Im Auftrag der Nabu-Kreisgruppe unterwegs (hinten von links): Mara Drinhausen, David Cigelski, Julian Bergmann, Josua Schneider und Luca Thomas. Das Banner halten Josefine Beims von der Nabu-Regionalgeschäftsstelle und Reinhard Wagner, Vorsitzender der Nabu-Kreisgruppe.

Foto: Jürgen Paxmann

Der Naturschutzbund (Nabu) im Landkreis Helmstedt hat sich ein großes Ziel gesetzt. Bis zu 500 neue Mitglieder möchte die Kreisgruppe unter Vorsitz von Reinhard Wagner in den nächsten Wochen gewinnen, damit der Interessenverband seine aktuellen Projekte gesichert umsetzen und neue Vorhaben planen kann.

In dieser Woche hat der Interessenverband daher eine umfangreiche Werbeaktion gestartet. Unterwegs von Haus zu Haus ist ein Werbeteam in blauen Nabu-Shirts und -Jacken. Dabei handelt es sich im Normalfall um Studenten, die sich ausweisen können und gern über das Anliegen des Nabu informieren. Auch lokale Projekte sollen in den Gesprächen bei den Bürgern angesprochen werden.

Lokale Naturschutz-Projekte

Insbesondere die Arbeiten auf den Pachtflächen in der Schunterniederung bei Klein Steimke hätten große Erfolge zu vermelden, da das Nabu-Wappentier, der Weißstorch, in der offen gehaltenen Wiesen wieder ein Zuhause gefunden habe, erläutert Wagner. Zudem betreut der Nabu in Helmstedt die Klärteiche bei Süpplingenburg, die für viele Vogelarten von überregionaler Bedeutung seien.

„Deshalb müssen wir sie langfristig absichern, damit sie fortgeführt werden können! Und das können wir vor allem dann, wenn uns die – auch finanzielle – Unterstützung möglichst vieler Mitglieder gewiss ist. Dies ist keine Spendensammlung, sie nehmen kein Bargeld an“, sagte Josefine Beims, Leiterin der Nabu-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen.

Abstands- und Hygieneregeln gewahrt

Um möglichst viele Menschen erreichen zu können, gehen die jungen Menschen, die aus allen Teilen Deutschland nach Helmstedt gekommen sind, auch in den Abendstunden noch durch die Straßen. „Dabei werden selbstverständlich alle Hygieneregeln eingehalten, und es kann sogar kontaktlos per Tablet beigetreten werden“, fügt Beims an. Die Werber selbst tragen so genannte Face-Shields, transparente Schutzvorrichtungen, die ihr Gesicht bedecken.

Reinhard Wagner weist abschließend darauf hin, dass sich der Naturschutzbund für den Erhalt bedrohter Arten einsetzt. Viele Menschen, insbesondere Eltern und Großeltern, seien wegen des stetig voranschreitenden Artensterbens besorgt um die nachfolgenden Generationen. Ihnen seien der Rückgang vieler Arten und die Veränderung des Klimas bereits aufgefallen und sie würden gerne etwas tun, um dem entgegenzuwirken. Die neu geworbenen Mitglieder bieten dem Nabu Helmstedt mehr Unterbau, um diese und andere Themen in Zukunft auszuweiten. Niedersachsenweit zählt der Verband mehr als 110.000 Mitglieder, bundesweit sind es über 700.000.

„Wir hoffen auf viel Unterstützung aus der Bevölkerung!“, sagt Beims zuversichtlich. Wer Rückfragen hat, kann sich in der Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen unter (05341) 90 277 16 melden.

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