Beamter der Polizei Königslutter mit Corona infiziert

Königslutter.  Der Polizist wurde positiv getestet und befindet sich in Quarantäne. Auch weitere Kollegen mussten sich in häusliche Isolation begeben.

Ein Beamter des Polizeikommissariats Königslutter ist positiv auf Corona getestet worden.

Ein Beamter des Polizeikommissariats Königslutter ist positiv auf Corona getestet worden.

Foto: Hans-Jürgen Trommler / Regios24

Ein Beamter des Polizeikommissariats Königslutter hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies bestätigte uns Kommissariatsleiter Joachim Krüger am Donnerstag. Das positive Testergebnis habe am Mittwochabend vorgelegen. Der Polizist habe sich bereits zuvor in häuslicher Quarantäne befunden.

„Er zeigt leichte Grippesymptome“, informierte Krüger auf Nachfrage über den Gesundheitszustand des Mannes. Wie er sich genau infiziert hat, werde derzeit noch vom Gesundheitsamt nachvollzogen. „Wir gehen davon aus, dass er sich im privaten Umfeld angesteckt hat“, teilte Krüger weiter mit. Außerdem sagte er, dass weitere Polizisten des Kommissariats vorsorglich in Quarantäne geschickt wurden, die mit ihm Kontakt hatten.

Warten auf die Testergebnisse

Um wieviele Personen es sich handelt, wollte der Dienststellenleiter nicht genau beziffern, machte aber deutlich, dass es sich um einen „überschaubaren Kreis“ handele. Bei allen warte man nun auf die Testergebnisse. Eines habe am Donnerstagmorgen bereits vorgelegen und sei negativ. Dennoch bleibe der Beamte vorsorglich weiterhin in Quarantäne.

Zur Sicherheit werde innerhalb der nächsten Tage ein zweiter Test gemacht, das gelte auch für die anderen Kollegen. Der Kommissariatsleiter betonte, dass „der Dienstbetrieb in Königslutter mit eigenen Kräften aufrecht erhalten werden kann“. Es würden keine Beamten von anderen Dienststellen benötigt.

Bereits zuvor Vorsorge getroffen

Natürlich sei Corona auch bei der Polizei in Königslutter ein Thema, und dementsprechend seien Vorsorge-Maßnahmen getroffen worden. Dazu gehöre beispielsweise das Tragen von Masken innerhalb des Dienstgebäudes, sobald sich jemand von seinem Platz bewege. Im Außendienst werde sie im Bedarfsfall aufgesetzt, sobald Kontakt zu anderen Personen da sei. Zudem sei in Sachen Schichtdienst Vorsorge getroffen worden.

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„Als einzige Dienststelle im Umkreis hat Königslutter eigentlich ein Bedarfs- und Schichtdienstmodell, bei dem sich die Kollegen eintragen. Das haben wir seit Corona abgeschafft“, erläuterte Joachim Krüger. Das bedeutet, dass wieder alle in festen Schichten arbeiten. „So besteht immer die gleiche Bezugsgruppe“, machte er deutlich.

Infektionsketten unterbrechen

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Mit dieser Umstellung würden mögliche Infektionsketten schnell unterbrochen und die Zahl der Kontaktpersonen möglichst klein gehalten, um genau einem Szenario vorzubeugen, einen großen Teil oder gar die komplette Mannschaft in Quarantäne schicken zu müssen. Ausgehend von allen zuvor getroffenen Maßnahmen gehe Krüger von einer glimpflichen Entwicklung in Königslutter aus.

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