Helmstedts Politik bleibt vorerst im Video-Modus

Helmstedt.  Bis in den März werden Sitzungen des Helmstedter Rates nur online stattfinden können. Diese Einschätzung traf Bürgermeister Schobert am Mittwoch.

Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert vor dem Rathaus.

Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert vor dem Rathaus.

Foto: Michael Strohmann / Archiv

"Wir haben im letzten Quartal des zurückliegenden Jahres bereits Erfahrungen gesammelt, wie Ausschuss-Sitzungen als Videokonferenzen veranstaltet werden können", erklärte Schobert auf Anfrage. Einige kleinere Probleme hätten gelöst werden müssen, "aber jetzt haben wir einen guten Standard". Er ermögliche eine halbwegs normale Arbeit der Gremien. "Wir können unseren zeitlichen Rahmenplan für die nächsten Monate auf jeden Fall durchziehen", meinte Schobert. Lediglich für das Vorgehen bei Ortsrats-Sitzungen seien noch Gespräche zu führen.

Schulentwicklungsgruppe trifft sich

Befragt nach den wichtigsten Themen der kommenden Wochen aus seiner Sicht, verwies Schobert auf die Erneuerung von Grundschulen. "Die Ergebnisse der Sanierungsstudien für zwei unserer Schulen werden wir im ersten Quartal zu erörtern haben", erläuterte Schobert. Die Schulentwicklungsgruppe treffe sich bereits in der nächsten Woche, um sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Kitas sind das große Thema in 2021

Von größter Bedeutung für die Stadt sei das Angebot an Kindertagesstätten. "Dies wird eines der herausragenden Themen des Jahres sein", prophezeite Schobert. Eine Planungsgruppe des Rates werde sich damit befassen. "Auch bei den Kitas müssen wir uns die Sanierungserfordernisse anschauen, und zwar sowohl bei den Einrichtungen in städtischer Trägerschaft wie auch bei jenen in freier Trägerschaft", meinte Schobert.

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"Ein bis zwei Neubauten sind nötig"

Ein Sanierungsprogramm einschließlich einer Planung für Neubauten auf den Weg zu bringen, diese Aufgabe sollte nach Einschätzung des Bürgermeisters noch vor der Kommunalwahl im September vom Rat erledigt werden. "Ein bis zwei Neubauten werden wir benötigen, zusätzlich zu unserem aktuellen Bauprojekt im Kaisergarten", gab Schobert als Linie vor. Er denke dabei an Emmerstedt und an Büddenstedt, die beiden größten Dörfer der Stadt Helmstedt.

Für Büddenstedt stelle sich die Frage, ob ein "sehr großer Anbau" als Lösung in Betracht komme. "Die Grundstücksverhältnisse in Büddenstedt sind gut, es gibt ausreichend Platz für einen Anbau", meinte Schobert.

Projekt Kaisergarten setzt den Standard

Für die Kita-Planungen der nächsten Jahre setze das aktuelle Projekt im Kaisergarten in Helmstedt den baulichen und technischen Standard. "So müssen wir vorgehen, damit die Einrichtungen 20 oder 30 Jahre lang genutzt werden können", sagte Schobert am Mittwoch.

Bau-Nachfrage aus den Großstädten

Er berichtete außerdem von steigenden Begehrlichkeiten, was Neubaugebiete in Helmstedt betreffe. "Die Nachfrage von Bauwilligen aus Braunschweig und Wolfsburg hat spürbar angezogen", berichtete Schobert. "Wir haben derzeit fast 60 Anfragen vorliegen." Vor diesem Hintergrund komme dem Standort Barmke mit seinem Anschluss an die Autobahn 2 besondere Bedeutung zu. "Die gute verkehrliche Erreichbarkeit macht Barmke attraktiv", sagte Schobert - der selbst dort wohnt. Ein neues Baugebiet sei durchaus in Erwägung zu ziehen.

Was das Gewerbegebiet Barmke angehe, sei mit dem Beginn von oberirdischen Baumaßnahmen, das betreffe auch die großen Lagerhallen, demnächst zu rechnen. "Sobald der Winter vorüber ist und die Witterung das zulässt, werden diese Arbeiten beginnen", blickte Schobert nach vorne. Die Verlegung von Versorgungsleitungen aller Art sei bereits im Gange.

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