Unfallchaos auf der A 2 bei Königslutter – 5 Kilometer Stau

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Seitlich wurde ein Sattelzug (im Hintergrund) von einem Schwertransporter (rechts) gerammt.

Seitlich wurde ein Sattelzug (im Hintergrund) von einem Schwertransporter (rechts) gerammt.

Foto: Matthias Strauß

Königslutter.  Auf der A 2 bei Königslutter sind zwei Lastwagen miteinander kollidiert. Niemand wurde verletzt, doch der Schaden ist beträchtlich.

Geduld mussten Auto- und LKW-Fahrer am Dienstagmorgen auf der Autobahn 2 aufbringen, wenn sie zwischen Königslutter und dem Autobahnkreuz Wolfsburg-Königslutter in den 5 Kilometer langen Stau gerieten. Er hatte sich aufgrund eines Unfalls gebildet, der sich dort gegen 8.40 Uhr in Fahrtrichtung Hannover ereignet hatte.

Auf Nachfrage bei der Polizei Braunschweig waren zwei Lastwagen miteinander kollidiert und dabei schwer beschädigt worden. Trümmerteile verteilten sich auf zwei der drei Fahrspuren, so dass sie seitdem komplett gesperrt wurden. Die beteiligten Fahrer blieben unverletzt.

Unfall im Nebel

Zum genauen Hergang und zur Ursache des Unfalls konnte die Dienststelle anfangs keine Angaben machen. Zum Zeitpunkt des Crashs herrschte dichter Nebel. Möglicherweise hatte der auffahrende Laster die Geschwindigkeit des vorausfahrenden falsch eingeschätzt.

Inzwischen wurde festgestellt: Ausschlaggebend war offenbar die Reifenpanne eines Sattelzuges; er musste deshalb auf dem Standstreifen halten. Ein nachfolgender Schwertransport mit Überbreite erkannte dies wohl zu spät und rammte seitlich den Anhänger. Dabei wurde die linke Seite des getroffenen Lasters und die komplette rechte Seite des Schwertransporters aufgerissen.

Schwere Fracht

Neben dem Fahrerhaus des Schwertransporters wurden auch beide Ladungen schwer beschädigt. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig, denn der Schwertransport hatte tonnenschwere Industrieanlagen an Bord. Diese mussten mit einem Kran umgeladen werden.

Der andere Lastzug hat tonnenweise Plastikteile transportiert. Auch diese mussten auf einen anderen Transporter. Stundenlang blieb während der Bergungsarbeiten nur eine Spur frei.

Kran von Polizei eskortiert

Bergungsleiter Markus Reimann meinte: „Die Anfahrt war eine Katastrophe. Es wurde kein Platz gemacht. Wir hatten Glück, dass wir unterwegs ein Polizeifahrzeug vor uns hatten. Wir haben die Beamten gebeten, uns mit Martinshorn und Blaulicht eine Rettungsgasse freizumachen.“ Die Polizei eskortierte den Kran schließlich zur Unfallstelle.

Aktuell herrscht die Sperrung an. Die Verkehrsmanagement Niedersachsen gibt die Wartezeit mit einer halben Stunde an. Eine der Ausweichstrecken, die Bundesstraße 1 auf dem Gebiet des Landkreises Helmstedt, ist bereits vom Umleitungsverkehr stark belastet.

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