Falsche Verwandte

Polizei Helmstedt warnt vor Betrugsmasche über das Handy

Die Polizei rät: Immer direkt den Absender anrufen und nachfragen! (Symbolbild)

Die Polizei rät: Immer direkt den Absender anrufen und nachfragen! (Symbolbild)

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / picture alliance/dpa

Helmstedt.  Mehr als 2000 Euro hat eine Helmstedterin ein Betrug per Handy gekostet: Unbekannte gaben sich über einen Messenger-Dienst als ihre Tochter aus.

Auf die falsche Nachricht eines unbekannten Absenders, der sich über einen Messenger-Dienst als Tochter ausgab, ist eine Helmstedterin laut Polizei hereingefallen. Sie erhielt am Mittwochnachmittag besagte Nachricht mit der Information, dass ihre Tochter ihr Handy verloren habe, nun ein altes mit einer neuen Nummer benutze. Die angebliche Tochter habe geschildert, sie brauche dringend 2249 Euro für ein gekauftes Notebook, da sie aufgrund des anderen Mobiltelefons nicht an ihre Onlinedaten oder Banking-App komme. „Es wird emotionaler und zeitlicher Druck aufgebaut“, so die Polizei. Letztlich habe die angebliche Tochter Bankdaten für die Überweisung übermittelt und um Zusendung der Kopie des Überweisungsträgers per Mail gebeten.

Bei einer erneuten Forderung wurde Betroffene stutzig

Die Helmstedterin habe den Betrag – im guten Glauben, ihrer Tochter zu helfen – überwiesen. Allerdings sei sie bei einer erneuten Forderung stutzig geworden und habe ihre Tochter angerufen, die ihr mitgeteilt habe, offenbar auf Betrüger reingefallen zu sein.

Die Masche der Betrüger, so die Polizei, sei immer gleich: Das eigene Handy sei heruntergefallen, zerstört oder verlorengegangen, es werde über ein anderes Mobiltelefon mit anderer Nummer kommuniziert, die eigenen Online-Bankverbindungsdaten seien daher nicht abrufbar, der Aufforderung zur Kontaktaufnahme per Anruf werde ausgewichen.

Polizeisprecher: Seien Sie misstrauisch!

Polizeisprecher Thomas Figge: „Seien sie misstrauisch, gerade wenn es um Geld geht, auch wenn es ein naher Anverwandter ist. Vertrauen Sie dem gesprochenen Wort und bestehen Sie auf telefonischen Kontakt mit dem Bittsuchenden, indem sie den Betroffenen auf Ihnen bekannten Rufnummern kontaktieren.“

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