Instrumente voll verborgener Technik

Königslutter  Zum Museumstag gab es im MMM Führungen mit dem belgischen Experten Frans Lox.

An den Internationalen Museumstagen gab es in den vergangenen Jahren für die Besucher des Museums Mechanischer Musikinstrumente (MMM) in Königslutter immer offene Türen. So auch gestern bei eintrittsfreien Sonderführungen mit anschließender Kaffeerunde und der Möglichkeit Fragen zu stellen, um die Erlebnisse bei den Vorträgen und der gebotenen Musik zu vertiefen.

Professor als freier Mitarbeiter

Premiere hatte für die Aufgabe als „freier Mitarbeiter“ Professor Dr. Frans Lox aus Belgien. Er ist als ehemaliger Direktor an der Universität für Wissenschaft und Technik zu Gent mit früherem Wohnsitz in Brüssel geradezu prädestiniert dafür. Erstaunlich umfassend betätigt sich der 78-Jährige, der seit 15 Jahren in Königslutter wohnt. Er gehört dort der Domführergilde an und gibt gelegentlich Orgelkonzerte in Kirchen. Alle Tasteninstrumente, und darüber hinaus noch einige, beherrscht er nahezu perfekt.

Kostprobe am Steinway-Flügel

Zum Erstaunen der Museumsbesucher, dass die mechanischen Instrumente auch normal zu bedienen (spielbar) sind, gab Frans Lox gestern mit einer beschwingten Melodie eine Kostprobe am Steinway-Flügel. Als Fachmann ist es ihm ein Leichtes, die zum Teil verborgene Technik in den Instrumenten zu erklären. Gewichte und Federn waren der Antrieb in den älteren Modellen, bevor später dann elektrische Motoren verwendet wurden. „Es war die Idee der Ingenieure, Materialien zusammenzubringen, um Töne in gewünschter Weise ohne menschliche Hilfe zu erzeugen“, erklärte er den Besuchern aus Königslutter und Umgebung.

DAS MUSEUM

Neben den Führungen im MMM gibt es am 7. Juni die „Rock-Nacht“ als besondere Musikveranstaltung auf dem Museumshof. MMM ist eine Stiftung, an der der Landkreis und die Stadt Königslutter beteiligt sind.

Unterdessen nahm sich die Leiterin des MMM, Britta Edelmann, der Kinder an und führte sie an die für sie interessanten Instrumente. Über den Einsatz des Professors im Museum ist sie sehr glücklich, weil es doch Abwechslung und neue Erkenntnisse für Wiederholungsbesucher gibt. Das bestätigte Ilona Lindner aus Braunschweig, die gestern zu Besuch in Königslutter mit ihrem Ehemann Klaus war. Beate Nagel und Martin Mooshake wohnen in der Nachbarstraße am Plan und wollten erstmalig – nach acht Jahren des Bestehens des MMM – an einer Führung teilnehmen.

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