Musik für Kopf, Bauch und Beine

Königslutter  Fünf Bands heizten 400 Besuchern beim „Rock am Museum“ in Königslutter ein.

Es war Mitternacht, als das kleine Festival „Rock im Museum“ in Königslutter sein Ende gefunden hatte. Mehr als sechseinhalb Stunden lang hatte Rock, Pop und Bluesmusik in allen Formen aus dem Hof des Museums Mechanischer Musikinstrumente geschallt.

Beim Beginn um 17 Uhr war der Platz noch etwas leer – neben dem Organisationsteam hielten sich erst 30 Gäste auf dem Museumshof auf. Dies sollte aber erst den Anfang eines sehr rege belebten Abends darstellen. Gutes Omen: Nach den Regenfällen der letzten Wochen herrschte nunmehr schönes Wetter, das den gesamten Abend hindurch anhalten sollte.

Nach der Begrüßungsrede von Bürgermeister Alexander Hoppe, der Museumsleiterin Britta Edelmann und allen Helfern für die Organisation der Veranstaltung dankte, durfte der junge Jonte Kaletta (10) zeigen, was er konnte, und spielte als „Vorband“ zu zwei Playbacks das passende Schlagzeug.

Richtig los ging es um 17.20 Uhr mit den „Egomonsters“. Das Trio aus Helmstedt hatte als erste Band die schwere Aufgabe, das Publikum in Stimmung zu bringen, was die noch recht jungen Musiker jedoch gut meisterten und klassischen Rock mit Titeln wie „Living after Midnight“ und „Sweet Home Alabama“ darboten. Ihr beklatschter Auftritt endete – wie bei den anderen Bands übrigens auch – nach knapp einer Stunde.

Den nächsten Programmpunkt bildeten „4ever Rock“ aus Helmstedt, die bereits im letzten Jahr bei Rock im Museum aufgetreten waren. Nach der Eröffnung durch „The Pretender“ präsentierte die junge Band ein buntes Programm aus Grunge und Modern Rock. Aber auch hier kamen alte Klassiker nicht zu kurz – besonders beklatscht wurde die Zugabe „TNT“, der Klassiker schlechthin von AC/DC.

Mittlerweile hatte sich der kleine Platz mit Gästen gefüllt und die Schlangen an den Bratwurst- und Getränkeständen wurden immer länger.

Inzwischen bekam die dritte und zugleich letzte Nachwuchsband, The Mutez, ihre Chance, zu zeigen, was sie konnte – mit Erfolg. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern spielte das Quintett aus Braunschweig auch verstärkt eigene Lieder, die vom Publikum sehr wohlwollend aufgenommen wurden. Überhaupt herrschte an diesem langen Abend eine sehr lockere Stimmung in der Menge.

Den Mutez folgte mit Groove Soulution aus Helmstedt/Wolfsburg eine deutlich erwachsenere Gruppe. Trotz ein paar kleinerer technischer Abstimmungsschwierigkeiten konnte sie bald mit ihren äußerst abwechslungsreichen und harmonisch anspruchsvollen Liedern aus dem Bereich Funk, Soul, Disco & Pop loslegen.

Sängerin Andrea Stüber – übrigens neben Mutez-Sängerin Anna Bergler die einzige weibliche Musikerin des Abends – erntete bereits während des Soundchecks ersten Applaus, der sich später noch steigerte.

Es war 22.40 Uhr, als die letzte Gruppe die Bühne betrat. Trotz der späten Stunde waren LimED aus Helmstedt hellwach und heizten dem schon etwas geschrumpften, aber immer noch tanzfreudigen Publikum noch einmal ein.

Ihre abwechslungsreiche Setlist, die von „Wish you were here“ zu „Living Next Door to Alice“ reichte, wurde durch einige humorvolle Ansagen ergänzt.

LimED spielten ein wenig länger als die anderen Bands, um noch den Bogen zur Mitternachtsmarke zu schlagen. Mit den letzten Tönen von „Knockin‘ on Heaven’s Door“ ging das Festival dann um 0.05 Uhr zu Ende. Sowohl die Stimmung des Publikums als auch die zufriedenstellende Besucherzahl von geschätzt 400 scheinen Bürgermeister Hoppes Hoffnung, dass das kleine Festival noch eine ganze Weile fortbestehen wird, Recht zu geben.

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