Eva Prüße erinnerte an Ereignisse in ihrer Jugendzeit

Königslutter  Die Autorin aus Rottorf bei Königslutter las aus ihren Kurzgeschichten im Museum Mechanischer Musikinstrumente.

Rhetorisch gekonnt und mit Liebenswürdigkeit sowie Leichtigkeit kommt Eva Prüße beim Publikum stets gut an.

Rhetorisch gekonnt und mit Liebenswürdigkeit sowie Leichtigkeit kommt Eva Prüße beim Publikum stets gut an.

Foto: Werner Gantz

Unter dem Motto „Surreales, Mystisches und Heiteres für die dunkle Jahreszeit“ trug Autorin Eva Prüße aus Königslutters Ortsteil Rottorf rhetorisch gekonnt am Freitagabend unterhaltsame Kurzgeschichten im Museum Mechanischer Musikinstrumente in Königslutter vor. Zu dieser Zusatzveranstaltung fanden sich etwas mehr als 30 Zuhörer ein. MMM-Leiterin Britta Edelmann äußerte sich bei der Begrüßung erfreut über den überraschend guten Besuch. „Um allen Interessierten die Möglichkeit die Teilnahme an den kulturellen Veranstaltungen zu ermöglichen, wird hier keine Eintrittsgeld erhoben“, erklärte sie und wies die Besucher auf das Sparschwein für Spenden am Eingang hin.

Nach einer kurzen Einführung und Salonmusik auf dem Akkordeon von Ehemann Fredi Prüße mit, passend zur Lesung, klassischen Klängen, trug die Autorin mit Leichtigkeit und Liebenswürdigkeit neue Geschichten vor, auch aus dem 250 Seiten umfassenden Band mit Erzählungen „Camouflage ...... und plötzlich flieg ich über Tintenpfützen“.

Unter anderem berichtete sie eingangs in Einzelheiten in einem gedruckten Beitrag ihre Vorgehensweise mit einem noch leeren Stück Papier und wie das Umfeld sowie die Gemütslage sie zum Schreiben inspirieren. „So, jetzt wissen sie, wie ich schreibe“, ergänzte die Eva Prüße, weil sie oft danach gefragt werde.

Eva Prüße, geborene Korn, schreibt seit dem Rentenbeginn vor sieben Jahren. Große Aufmerksamkeit und Anerkennung erlangte sie mit ihrer authentischen Erzählung aus ihrer Jugendzeit im elterlichen Fischladen am Marktplatz in Königslutter. Diese Erinnerungen an damalige Zeiten schrieb sie 2011 auf und sie sind auch im jährliche erscheinenden Helmstedter Kreisbuch erschienen.

Ihr erstes Buch ist der Roman „Haus der Tümpel“ gewesen und weitere Arbeiten haben die Titel „Menschen unterm Sternenhimmel“, „Nur wenn der Wind im Gras singt“ und „Was übrig bleibt“.

Etliche kleine Geschichten schrieb die Rottorferin über Schutzengel, die Bedeutung einer Katze in der Familie und und über Berta geht spazieren. Letztere wurde am 8. Dezember 2013 in einem Kulturbeitrag des Senders Radio free Ulm gesendet, worüber sich Eva Prüße besonders freut.

Ihre nächste Lesung findet anlässlich der Veranstaltung der Briefmarkenfreunde am 6. April in Schöppenstedt statt. Prüße nimmt am monatlichen Treffen der Helmstedter „Schreibwerkstatt im Pförtnerhaus“ teil. Mehrere Autoren kommen dort zum fachlichen Austausch zusammen. Einige Kolleginnen und Kollegen waren am Freitag auch nach Königslutter gekommen.

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