Zeitreise in die 70er Jahre

Königslutter  Mit einer Sonderausstellung im Museum Mechanischer Musikinstrumente werden Erinnerungen geweckt.

Museumsleiterin Britta Edelmann und Designer Axel Baltzer in den Ausstellungsräumen.

Museumsleiterin Britta Edelmann und Designer Axel Baltzer in den Ausstellungsräumen.

Foto: Sebahat Arifi

Nostalgisch wird es ab Sonntag im Museum Mechanischer Musikinstrumente in Königslutter, wenn die Sonderausstellung zu den 1970er Jahren eröffnet wird. Das war bereits gestern bei den Aufbauarbeiten zu spüren. Wände sind mit poppigen Mustern tapeziert, Flokati-Teppiche und Sitzkissen zieren schon die Räume, und die Elektriker montieren gerade eine Original Disko-Kugel.

Alleine die Dekoration regt die Anwesenden an, Geschichten aus der eigenen Vergangenheit zu erzählen. Über die Mode, die Musik, das Lebensgefühl. Museumsleiterin Britta Edelmann blättert in einem privaten Fotoalbum, das zahlreiche mit der Zeit vergilbten Bilder beherbergt. „Hier durchzublättern gibt natürlich viel Inspiration“, stellt sie fest.

Doch so vielfältig die 70er Jahre sind, die kleine Schau im Museum soll einen speziellen Einblick geben. „Wir haben uns in erster Linie auf die Musik konzentriert“, macht Ausstellungs-Designer Axel Baltzer deutlich. Und so werden unter anderem eine Bontempi-Orgel, Tonbandgeräte oder ein Player Piano Erinnerungen wecken. Alles Original-Stücke, die von Privatleuten gespendet wurden. „Deshalb sind wir überhaupt auf die Idee gekommen, eine Ausstellung zu den 70er Jahren zu machen, weil wir bereits so viele Stücke hatten, die wir normalerweise gar nicht zeigen können“, erzählt Edelmann.

Die Ausstellung wird in drei Räumen im hinteren Teil des Museums zu sehen sein. Im ersten wird veranschaulicht, wie sich die Technik verändert hat. Der zweite Raum steht für das Diskofieber. Besonders stolz sind Edelmann und Baltzer auf den dritten Raum – das Kuschelwohnzimmer. Der Raum wurde so umgestaltet, dass das Lebensgefühl einer jungen Frau erweckt wird, die gerade von einem Rockkonzert gekommen ist. „Es ist wirklich alles aus dieser Zeit“, betont der Designer.

Und diese Erinnerungen sollen beim Besuch der Ausstellung wieder geweckt werden. „Deshalb haben wir bewusst keine Texttafeln aufgestellt, es soll einfach wirken“, stellt Edelmann heraus. Zur Eröffnung am Sonntag wird es deshalb auch Bowle und einen 70er Jahre Imbiss geben. Und Edelmann verspricht, wer in der damaligen Kleidung erscheint, braucht für die erste Führung nichts zu bezahlen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder