Frische Musik und tolle Talente bei Rock im Museum

Königslutter  Rock im Museum war wieder Beweis dafür, dass es viele gute Bands in der Region gibt.

Als Plattform für junge Talente und frische Musik guter Bands aus der Region könnte man das kleine Festival „Rock im Museum“ in Königslutter bezeichnen. Ein voller Hof am Museum Mechanischer Musikinstrumente zeugte davon, dass es sich viele Besucher nicht entgehen lassen wollten.

Über die Resonanz freute sich unter anderem Christian „Léo“ Leonhardt. „Ist doch super hier: Die Leute amüsieren sich und ich finde, wir haben eine hohe musikalische Qualität in diesem Jahr“, bilanzierte er. Der Schlagzeuger trat mit seiner Band Rockjob ebenfalls noch auf.

Eröffnet wurde der Abend von Bürgermeister Alexander Hoppe, der darauf hinwies, dass das Museum Mechanischer Musikinstrumente zum ersten Mal auch den Getränke- und Bratwurstverkauf in Eigenregie übernommen hat. Und so fand sich auch das eine oder andere Ratsmitglied ehrenamtlich an der Zapfanlage wieder. Hoppe wünschte den „Freunden gepflegter Rockmusik“ einen tollen Abend, den Ayke Witt musikalisch eröffnete.

Mit seiner Gitarre in der Hand betrat er die Bühne. „Das ist eine Bühne, auf der ich mich auskenne“, freute sich der Groß Twülpstedter. Am Abend zuvor hatte er noch erfolgreich an einer Fernsehshow teilgenommen. „Und endlich habe ich wieder meine Gitarre in der Hand, die vergangenen zwölf Tage in Köln hatte ich dafür keine Zeit. Das ist auch der Grund, warum ich heute kein wirkliches Programm habe und einfach mal improvisiere“. Etwa 45 Minuten spielte er dann bekannte Coversongs wie „Safe tonight“ von Eagle-Eye Cherry und begeisterte das Publikum in erster Linie mit seiner Stimme und seiner guten Laune.

Bevor The Mutez dann auf die Bühne kamen, hatte Museumsleiterin Britta Edelmann noch eine Überraschung parat und holte den 13-jährigen Felix Brosch auf die Bühne. Dieser zeigte mit drei Stücken, was er bei Léo im Schlagzeugunterricht gelernt hatte.

Für die Band The Mutez war es das zweite Mal, dass sie bei Rock im Museum dabei waren. Im Gepäck hatten sie ihre selbst geschriebenen Rocksongs, die in erster Linie aus der Feder von Sängerin Anna Bergler stammen. Bei ihrem Lied „Cinderella must die“ gelang es ihnen, das Publikum zum Mitsingen zu bewegen. Eine gute Stunde spielten sie an diesem Abend eine Mischung aus Rockballaden und Liedern zum Mittanzen.

Kraftvoll melodisch kamen danach Kroner und Band daher. Dass sie tolle Melodien mit ausdrucksstarken Texten im Gepäck haben, dürfte sich bei Musikinteressierten mittlerweile herumgesprochen haben, aber den einen oder anderen neuen Fan haben sie am Freitag bestimmt hinzugewonnen. Spaß machte es, den Jungs zuzusehen, die nach großem Einsatz und mit viel Spielfreude unter großem Beifall völlig verschwitzt die Bühne verließen.

Zum ersten Mal spielte die Band Mirrors Act in Königslutter. Ihr Markenzeichen: weiße Hemden, schwarze Hosen und schmale Krawatten. Doch der brave Look täuscht, denn auf der Bühne liefern die Braunschweiger handfesten Rock, der bisweilen ein wenig an den Rockabilly-Sound der 1950er Jahre erinnerte. „Der Auftritt hat Spaß gemacht“, wie sie hinterher selbst befanden.

Rockjob, gegründet von Profi-Gitarrist Tom Rauschhardt, beschlossen schließlich das kleine Festival. Sie coverten beliebte Rockklassiker, die Rauschhardt auch mal Luft ließen zu demonstrieren, was er auf den sechs Saiten so zaubern kann. Nicht nur die Lieder ließen die Leute tanzen – Sänger Mauro Olivieri wurde nicht müde, die Besucher immer wieder anzuheizen und war damit schon Show an sich. Fazit: Es war ein gelungener Abend.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder