Unesco-Geopark

Wasserverband Weddel-Lehre Mitglied im Geopark-Trägerverein

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Wolfenbüttels Landrätin und Vorsitzende des Geopark-Trägervereins, Christiana Steinbrügge, überreicht WWL-Verbandsvorsitzendem Günter Eichenlaub (Mitte) und WWL-Geschäftsführer Ralf Johannes die Mitgliedsurkunde.

Wolfenbüttels Landrätin und Vorsitzende des Geopark-Trägervereins, Christiana Steinbrügge, überreicht WWL-Verbandsvorsitzendem Günter Eichenlaub (Mitte) und WWL-Geschäftsführer Ralf Johannes die Mitgliedsurkunde.

Foto: Geopark-Geschäftsstelle Königslutter

Königslutter.  Unter anderem soll Grundwasser aus dem Reitlingstal direkt ins benachbarte Evessen für die Bewässerung der Obstplantagen geliefert werden.

In einem Unesco-Geopark geht es nicht nur um Steine und Fossilien. Auch zum Thema Nachhaltigkeit wollen Geoparks informieren und auch nachhaltiges Handeln unterstützen und anschieben, wie die Geopark-Geschäftsstelle Königslutter mitteilt. Dabei spielten die Versorgung der Region mit ausreichend Trinkwasser und eine umweltgerechte Entsorgung von Abwässern eine zentrale Rolle. Daher sei es folgerichtig, dass der kommunale Wasserverband Weddel-Lehre (WWL) nun kooperatives Mitglied im Geopark-Trägerverein Braunschweiger Land – Ostfalen wird.

Die Vorsitzende des Trägervereins, Wolfenbüttels Landrätin Christiana Steinbrügge, begrüßte die Mitgliedschaft des WWL: „Eine verlässliche Versorgung der Region mit Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Vorsorgepflichten. Die Zusammenarbeit im Geopark unterstreicht diese Bedeutung und wird zu gemeinsamen Informations- und Bildungsprogrammen führen.“

Schüler werden durch die Kläranlage Lehre geführt und verbringen dort einen Projekttag

So will der Trägerverein im Frühjahr 2022 zusammen mit dem WWL ein bereits erfolgreich erprobtes Schulprojekt fortführen. Dabei werden in einem Zeitraum von sechs Wochen 40 Grundschulklassen (3. bis 4. Klasse) zur Kläranlage in Lehre kommen, um dort einen Projekttag zu verbringen. Die Schüler werden durch die Kläranlage geführt und erforschen Tiere und Pflanzen direkt an der Schunter. Verbandsvorsitzender Günter Eichenlaub macht deutlich, dass das Thema Nachhaltigkeit für den WWL schon seit Jahren ein wichtiges Ziel sei und kündigt eine Informationskampagne an: „Wir werden unseren Kunden die Bedeutung einer zurückhaltenden Wassernutzung und damit die Schonung dieser lebenswichtigen Ressource nahebringen.“

WWL-Geschäftsführer Ralf Johannes freut sich ebenfalls über die künftige Zusammenarbeit und berichtet über ein konkretes Projekt zu einer nachhaltigeren Wassernutzung: „Wir wollen Grundwasser aus dem Reitlingstal direkt ins benachbarte Evessen liefern, um die Bewässerung der dortigen Obstplantagen zu sichern. Dadurch können enorme Mengen an aufbereitetem Trinkwasser eingespart werden.“

Der WWL versorgt im Großraum Braunschweig-Wolfsburg rund 85.000 Einwohner mit Trinkwasser. Zudem ist der WWL für 41.000 Kunden im Verbandsgebiet für das Sammeln, Reinigen und Ableiten des Abwassers verantwortlich.

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