Groß Brunsroder sind Wärmekamera-Spezialisten

Lehre. Sie ist bereits bei der Leitstelle in Wolfsburg angemeldet und einsatzbereit. Den Feuerwehren in der Gemeinde Lehre steht seit dieser Woche eine Wärmebildkamera zur Verfügung. Gut 6000 Euro hat die Kamera gekostet, im vergangenen November hatte der Verwaltungsausschuss dem Kauf zugestimmt.

Stationiert ist die Kamera bei der Wehr in Groß Brunsrode. Warum, das erklärt Lehres Gemeindebrandmeister Andreas Kleindienst: „Es gibt bei uns den Beschluss, dass Spezialgeräte auch in die Verantwortung der kleineren Wehren gegeben werden. So sollen Aufgaben besser verteilt werden.“ Und so gab es keine Diskussion, als die Kamera in die Zuständigkeit der Groß Brunsroder übergeben wurde.

Neben der Schwerpunktwehr in Lehre und den Stützpunktwehren in Flechtorf und Wendhausen sollen eben auch die fünf kleineren Wehren spezielle Aufgaben bekommen. Die Essenroder sind zum Beispiel dank eines speziellen Beleuchtungssatzes immer dann gefragt, wenn an Brand- oder Unfallorten gutes Licht gebraucht wird.

Die Mitglieder der Groß Brunsroder Wehr können längst mit der Kamera umgehen, sind entsprechend geschult worden. „Ein Mitglied der Wehr arbeitet bei der Berufsfeuerwehr und hat die Ausbildung der Kameraden übernommen“, erklärt Kleindienst. Der regelmäßige Umgang mit der Kamera sei wichtig. „Man muss zum Beispiel ganz genau wissen, wie die Bilder der Kamera zu lesen sind“, betont der Gemeindebrandmeister.

Die Wehren der Gemeinde können die Kamera im Bedarfsfall anfordern, die Experten der Groß Brunsroder Wehr rücken dann aus.

Besonders hilfreich sei die Kamera beim Aufspüren von Menschen, aber auch, wenn es gelte, Brandnester aufzuspüren. Das sei zum Beispiel hinter Hausfassaden oft gar nicht so einfach.

In den nächsten Jahren sollen zwei weitere Kameras angeschafft werden, so dass jeder Löschzug in der Gemeinde eine hat.

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