Klare Kante für den Investor

Groß Brunsrode  Der Ortsrat Groß Brunsrode bekräftigt: Es gibt kein Mehrgenerationen-Wohnbauprojekt.

Der Ortsrat Groß Brunsrode mit (von links) Jens Rüscher, Michael Fitzke, Kathrin Kühne (beratendes Mitglied), Ortsbürgermeisterin Kerstin Jäger, Günter Reinpacher (beratendes Mitglied) sowie Simon Rebel. Es fehlt das beratende Mitglied André Schulz.

Foto: Erik Beyen

Der Ortsrat Groß Brunsrode mit (von links) Jens Rüscher, Michael Fitzke, Kathrin Kühne (beratendes Mitglied), Ortsbürgermeisterin Kerstin Jäger, Günter Reinpacher (beratendes Mitglied) sowie Simon Rebel. Es fehlt das beratende Mitglied André Schulz. Foto: Erik Beyen

Klare Worte fand Groß Brunsrodes Ortsbürgermeisterin Kerstin Jäger am Dienstagabend zu den Wohnbauplänen des Braunschweiger Investors „HRM-Projektentwicklung“. „Da gibt es nichts mehr zu besprechen, die Sache ist vom Tisch“, sagte sie. Jäger beantwortete die Frage eines Einwohners in der jüngsten Sitzung des Ortsrates.

Das Wohnbauprojekt stand zwar nicht auf der Tagesordnung, gleichwohl stellte der Rat die Weichen für die wohnbauliche Entwicklung des Ortes und könnte dem Investor damit doch noch ein Hintertürchen geöffnet haben. Diese Sorge begleitete die Entscheidung über die „Vorratsflächen“. Marco Schulz, Vertreter der Gemeindeverwaltung relativierte sie. Der Rat habe in diesen Dingen immer das letzte Wort. Türchen zu.

In drei Richtungen könnte sich Groß Brunsrode baulich entwickeln: östlich zum Friedhof hin, was nach einhelliger Meinung auch Mehrfamilienhäuser zulassen würde, südlich zur Abrundung des Ortsbildes, und nördlich Richtung Klein Brunsrode rechts der Kreisstraße 35. Genau dort wollen die drei Gesellschafter des Investors, Manfred Hermesmann, Jörg Riechers und Olaf Mücke, ein sogenanntes Energie-Effizienz-Quartier (EEQ) mit Gutshaus, sechs Mehrfamilien- und 25 Einfamilienhäusern bauen. Das Land gehöre ihm bereits, hatte er in einer Pressemitteilung kund getan. Das stimmt so offenbar nicht, wie Ortsbürgermeisterin Kerstin Jäger erklärte. Man wundere sich über den Bericht in unserer Zeitung vom 8. September. Der Investor habe da wohl etwas falsch verstanden.

Ein Projekt in dieser Größe in Groß Brunsrode sei nicht mit dem regionalen Raumordnungsprogramm vereinbar und müsse von besonderer überregionaler Bedeutung sein. Das habe der Regionalverband Großraum Braunschweig unmissverständlich klar gemacht. Allein die vom Investor angekündigten E-Mobilitätsanschlüsse für jedes Haus reichten da nicht aus. „Wir hätten das Projekt im Ortsrat gerne positiv begleitet, wenn es Modellcharakter gehabt hätte“, so Kerstin Jäger.

Lehres Bürgermeister Andreas Busch untermauerte Jägers Ausführungen und nannte die Idee vom Energie-Effizienz-Quartier beeindruckend, aber: „Wir haben das Projekt gemäß Auftrag aus dem Verwaltungsausschuss geprüft: Derzeit ist es rechtlich nicht umsetzbar.“ Damit sei die Sache so lange erledigt, bis man neue Erkenntnisse gewonnen habe.

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