Velpke – Kitagruppen auf Zeit sollen Entspannung bringen

Velpke.   Die Samtgemeinde will vier Gruppen einrichten. Der Bürgermeister fordert Geld vom Kreis. Das wird es noch viel zu besprechen geben.

Das Bild zeigt Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke und Stephan Ehrlich vor der Kindertagesstätte Krümelkiste in Bahrdorf. Etwa 90 Meter entfernt entsteht demnächst eine neue Kindertagesstätte. Bis diese aber fertig ist, braucht die Samtgemeinde eine Übergangslösung, um der großen Nachfrage Herr zu werden.

Das Bild zeigt Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke und Stephan Ehrlich vor der Kindertagesstätte Krümelkiste in Bahrdorf. Etwa 90 Meter entfernt entsteht demnächst eine neue Kindertagesstätte. Bis diese aber fertig ist, braucht die Samtgemeinde eine Übergangslösung, um der großen Nachfrage Herr zu werden.

Foto: Erik Beyen

Noch gibt es kein politisches Mandat, doch einen anderen Weg sieht Velpkes Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke nicht. Um den weiter steigenden Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen zumindest teilweise zu decken und die Lage etwas zu entspannen, will er eine Übergangslösung schaffen.

An zwei Standorten

Vier Gruppen auf Zeit sollen entstehen, zwei in Räumen der Carl-Friedrich-Gauß-Oberschule, zwei in einem Container auf dem Parkplatz der neuen Velpker Kindertagesstätte Lummerland gleich neben der Oberschule. Auf diese Weise bekommen 45 Krippen- und 25 Kindergartenkinder einen Platz. Klingt einfach und logisch. Doch, so zeichnet sich ab, die Sache hat gleich mehrere Haken.

Der erste Haken steckt in der Zahl: Stephan Ehrlich, Leiter der Zentralen Dienste im Velpker Rathaus, hat nachgesehen: „Im Kindergartenjahr 2019/2020 fehlen 71 Krippen- und 21 Kindergartenplätze“, sagte er in einem Pressegespräch, an dem auch der erste Mann in der Samtgemeinde, Rüdiger Fricke, teilnahm.

Der Druck der Eltern ist groß: „Wir haben täglich Telefonate und E-Mails in dieser Sache“, so Ehrlich.

„Mit der Zwischenlösung würden wir zumindest für Entspannung sorgen“, so Rüdiger Fricke, denn das Ziel ist eine neue Kita in Bahrdorf sowie eine weitere in Velpke. „Das geht aber nicht so schnell“, ergänzt Fricke, „Bahrdorf realisieren wir nicht vor 2021.“ Die zusätzliche Kindertagesstätte in Velpke käme noch danach.

An dieser Stelle folgt der zweite Haken: Die Übergangslösung ist auf zwei Jahre kalkuliert. Im Rathaus rechnet man mit 700.000 Euro Kosten ohne das Personal. „Das Geld haben wir nicht“, so Fricke – und er fordert vom Landkreis Helmstedt eine Beteiligung von
50 Prozent. „Sonst müssten wir die Sache noch einmal auf den Prüfstand stellen.“

Zwei Beschlüsse notwendig

Dort könnte sie ohnehin landen, denn die Politik auf Samtgemeindeebene muss mitspielen und zwei Beschlüsse fassen: einmal die Übergangslösung selber und einen Nachtragshaushalt, der wiederum vom Landkreis genehmigt werden muss. Frickes Ziel: Am 1. April 2020 soll die Übergangslösung schließlich greifen.

Ob der Plan gelingt, hängt von weiteren Faktoren ab. Einer ist die organisatorische Anbindung der zusätzlichen Gruppen. Die beiden in den Schulräumen sollen der Kita Lummerland angegliedert werden, die beiden im Container der Bahrdorfer Einrichtung. Wir berichten weiter.

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