Sanierung der St. Andreas Kirche in Velpke bald fertig

Velpke.  Die Sanierung der St. Andreas-Kirche in Velpke geht in die entscheidende Phase. Am 2. Juni findet die Wiedereinweihung statt.

So sieht die Altarwand mit der Unterschicht in Ocker gehalten aus. Schon das Auftragen dieser Schicht ist Feinarbeit, ausgeführt vom Team des beauftragten Restaurators.

So sieht die Altarwand mit der Unterschicht in Ocker gehalten aus. Schon das Auftragen dieser Schicht ist Feinarbeit, ausgeführt vom Team des beauftragten Restaurators.

Foto: Kirchengemeinde / Privat

Wer das Innere der evangelischen St. Andreas-Kirche in Velpke noch vor Augen hat, wird sich nun wundern. Aus tristen Wänden wird eine Komposition aus braunen Tönen mit täuschend echt wirkender Holzstruktur an der Balustrade und im Altarraum sowie hell ockerfarbenen Wänden mit abgesetzten Tönen an den Säulen. Goldene Elemente setzen Akzente.

Bis zum 2. Juni müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, denn dann wollen Gemeinde und Pastorin Tanja Klettke die Wiedereinweihung ihrer Kirche mit einem Festgottesdienst feiern.

Unsere Zeitung durfte einen Blick auf den Stand der Arbeiten riskieren. Gern sieht er Besucher auf seiner Baustelle ja nicht, der Restaurator. Wie ein echter Künstler würde er lieber sein Gesamtwerk präsentieren. Bescheiden bittet er darum, seinen Namen nicht zu nennen. Dabei kann er so wunderbar erklären, wie zum Beispiel die Holzfarbe samt Maserung an die Altarwand kommt. Die war vorher ja in Grüntönen gehalten.

Tatsächlich sind es mehrere Schichten Farbe, die auf die vorhandene gebracht werden. Ein Ockerton bildet die Grundlage. Erst wenn diese Schicht richtig trocken und ausgehärtet ist, dürfe die eigentliche Farbe aufgetragen werden, so der Restaurator. Andernfalls könnten sich die beiden Farben sozusagen vermischen. Bemerkenswert: Selbst ein geübter Laie würde den Unterschied zwischen trocken und ausgehärtet wohl kaum feststellen.

Altarwand und Balustrade bekommen einen warmen braunen Farbton. Der wird zunächst aufgetragen und dann mit einem Speziellen Pinsel und Technik bearbeitet. Die Farbe wird geschlagen und gezogen. Im Ergebnis, so der Spezialist, habe man den Eindruck einer Holzmaserung.

Der Trick: Die Unterschicht schimmert hier und da leicht durch, was den Eindruck der Maserung und Holzstruktur noch betont. Die Ornamente und Verzierungen auf der Altarwand und an der Balustrade sollen einen goldenen Ton bekommen. Und ursprünglich war das auch für die Kanten der Säulen vorgesehen, aber: „Wir wollen das Bild nicht überladen“, sagt Pastorin Tanja Klettke. Darum setze man auf einen Farbton, der sich von dem der Wände abhebt und einen Hauch von Gold erahnen lasse.

Noch hat der Restaurator viel Arbeit vor sich. Derweil schmieden Pastorin Tanja Klettke und die Gemeinde Pläne. Ihr Gotteshaus soll mehr Begegnung zulassen und barrierefreier werden. „Dafür lassen wir die Bänke im hinteren Bereich unter der Balustrade weg“, so Klettke. Der Freiraum sei für Rollstühle geeignet und biete sich für gute Gespräche nach Gottesdiensten oder kulturellen Veranstaltungen an. Sogar ein Gläschen Sekt ist nicht verpönt.

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