Essenrodes Ortsdurchfahrt bleibt ohne Kreisverkehr

Essenrode.  Die Landesstraßenbaubehörde bevorzugt einen schnellen Verkehrsabfluss im Berufsverkehr. Damit ist der Ortsrat nicht einverstanden.

Die Landesstraßenbaubehörde lehnt an dieser Kreuzung einen Kreisel zur Verkehrsberuhigung ab.

Die Landesstraßenbaubehörde lehnt an dieser Kreuzung einen Kreisel zur Verkehrsberuhigung ab.

Foto: Dirk Fochler / Archiv / BZV

Über die grundhafte Sanierung der Essenroder Ortsdurchfahrt und die Standortfrage bezüglich des geplanten Neubaus einer Kindertagesstätte (Kita) diskutierte am Donnerstag der Ortsrat ausführlich.

Bezüglich der Kita-Standortfrage ist nun zumindest mittels Bodengutachten geklärt, dass sowohl der Hiller, der Essenroder Festplatz, als auch das Areal östlich der Turnhalle bebaut werden könnten.

Der kommunale Bauamtsleiter Marco Schulz präferiert den Hiller als neuen Kita-Standort: „Da wäre die verkehrliche Erschließung und der Anschluss an die Versorgungsleitungen wesentlich einfacher zu realisieren. Zudem würde das Bauen hinter der Turnhalle wegen der Beschaffenheit des Untergrundes deutlich teurer sein als auf dem Hiller."

Ortsratsmitglied Dina Schulze-Latta (Wählergemeinschaft Essenrode) setzt wie auch ihr Kollege Marc Schüler (CDU) auf den Standort östlich der Turnhalle. „So würden wir die Zentralität von Kita, Grundschule und Sporthalle erhalten und hätten nach dem Abriss der alten Kita im Gegensatz zum Hiller auch keine Probleme ausreichend Parkplätze zu schaffen", erklärte Dina Schulze-Latta.

Nun wird die Bauverwaltung für beide Standorte eine einfache Entwurfsplanung erstellen. Dann wird wieder beraten, auch in den Fachausschüssen des Gemeinderates.

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt, eine Landesstraße, sollte auch eine von vielen Essenroder Einwohnern als dringend notwendig erachtete Verkehrsberuhigung mit sich bringen. Ein Kreisverkehr im Kreuzungsbereich der Straßen Bäckerberg, Alte Krugstraße und von-Hardenberg-Straße sollte die werktäglich mehreren Tausend Fahrzeuge, die die kleine Ortschaft durchqueren, zum langsamer Fahren zwingen.

Alle waren dafür: ein beteiligter Planer, der Ortsrat, die kommunale Bauverwaltung und auch Sachbearbeiter der Landesstraßenbaubehörde. Nun hat deren Leitung entschieden, keinen "Kreisel" an besagter Stelle zu genehmigen. „Die Straßenbaubeörde will die Fahrzeuge zügig durch die Orte leiten, ein Kreisel oder auch eine geänderte Vorfahrtsregelung wären gemäß dieses Ansatzes dann kontraproduktiv", betonte Bauamtsleiter Schulz.

Die Landesstraßenbbaubehörde will nun den Verlauf der von-Hardenberg-Straße an besagter Kreuzung verschwenken, um damit den Verkehr zu beruhigen. Damit ist der Ortsrat aber mehrheitlich nicht einverstanden. Nun soll weiter verhandelt werden.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder