Wendhausen: Zwei neue Pfarrer kümmern sich um sieben Orte

Wendhausen.  Siegfried Neumeier und Lothar Voges sind die Nachfolger von Pfarrer Thomas Capelle im Pfarrverband Hordorf-Essehof-Wendhausen.

Der neue Pfarrer Siegfried Neumeier stellte sich der Gemeinde vor.

Der neue Pfarrer Siegfried Neumeier stellte sich der Gemeinde vor.

Foto: dirk fochler / Regios24

Mit Siegfried Neumeier und Lothar Voges stellten sich am Sonntag zwei evangelische Pastoren, die nun im Pfarrverband Hordorf-Essehof-Wendhausen tätig sind, den Gemeindemitgliedern vor – zunächst in Wendhausen in der Reithalle der Familie Prenzel und dann in der Hordorfer St.-Maria-Kirche.

Neumeier und Voges sind quasi die Nachfolger von Pfarrer Thomas Capelle, der sich Anfang Juni nach 33-jähriger Tätigkeit im Pfarrverband Hordorf-Essehof-Wendhausen in den beruflichen Ruhestand verabschiedet hat. Beide teilen sich nicht nur die zuvor von Capelle geleistete seelsorgerische Arbeit, sie sind auch noch in anderen Gemeinden des Pfarrverbandes Schunter tätig – Neumeier in Beienrode und Flechtorf, Voges in der Gemeinde Bienrode-Bechtsbüttel-Bastholz. Derzeit verfügt der Pfarrverband Schunter, zu dem auch noch Bevenrode, Groß und Klein Brunsrode, Lehre, Waggum, Wenden und Thune gehören, über fünf Pfarrstellen.

Auch für Essehof und Hordorf zuständig

Voges ist nun auch für seelsorgerische Angelegenheiten und gemeindliche Anliegen in den Dörfern Essehof und Hordorf zuständig, Neumeier für Wendhausen. Damit kehrt der 60-Jährige beruflich in den Ort zurück, in dem der „bekennende“ Fan von Eintracht Braunschweig seine Kinder- und Jugendzeit verbrachte und natürlich auch in der Dionysius-Areopagita-Kirche getauft und konfirmiert wurde.

Neumeier hat zunächst eine Gymnasiallehrer-Ausbildung für die Fächer Deutsch und Geschichte absolviert, dann nach Lektoren- und Prädikantentätigkeit noch ein reguläres Theologiestudium nachgeschoben. Der aus Holzminden stammende Voges hat dagegen den direkten Weg gewählt, seine erste Pfarrstelle trat er 1993 im Braunschweiger Ortsteil Schapen an.

Beide sind in der Region verwurzelt

Neumeier, der nach seinem Theologiestudium zunächst im Landkreis Gifhorn tätig war, und auch Voges sind also in der Region verwurzelt. In ihrem Vorstellungsgottesdienst in der Reithalle Prenzel präsentierten sich die beiden als stark der Gemeinde und den Menschen zugewandte Seelsorger, mit einem pragmatisch geprägten Blick auf die Welt. In ihrer in einem munteren, kontroversen Dialog vorgetragenen Predigt diskutierten sie die Sinnhaftigkeit christlicher Gebote und weltlicher Regeln sowie deren Bedeutung für das menschliche Wohlergehen. „Der Sonntag als Ruhetag hat schließlich eine tiefergehende Bedeutung für den Menschen. Aber Ausnahmen muss es wohl auch mal geben", so Voges. „Zu viele Ausnahmen sind der Regel Tod – aber letztendlich muss, so wie es Jesus auch immer gehandhabt hat, der Mensch im Mittelpunkt stehen", erwiderte Neumeier.

Doch ob die beiden „Neuen“ angesichts der Fülle ihrer Aufgaben in den insgesamt sieben Ortschaften solch engen und beständigen Kontakt zu den Gemeindemitgliedern halten können, wie es die Menschen in Essehof, Hordorf und Wendhausen zuvor von Thomas Capelle gewohnt waren, bleibt zu beweisen.

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