Lob für die projektbezogene Landesförderung des Paläon

Schöningen  Bis 2018 will das Land Niedersachsen in drei Jahren insgesamt 1 Million Euro ans Speerezentrum zahlen. Positive Reaktionen aus der Speerestadt.

Der Erlebnisparcours auf dem Paläon-Außengelände gehört zu Angeboten auch für Schüler, wie hier der Grundschule Schöningen. Archiv-Der Erlebnisparcours auf dem Paläon-Außengelände gehört zu Angeboten auch für Schüler, wie hier der Grundschule Schöningen.

Der Erlebnisparcours auf dem Paläon-Außengelände gehört zu Angeboten auch für Schüler, wie hier der Grundschule Schöningen. Archiv-Der Erlebnisparcours auf dem Paläon-Außengelände gehört zu Angeboten auch für Schüler, wie hier der Grundschule Schöningen.

Foto: RogollRogoll

Die geplante Unterstützung des Landes von insgesamt einer Million Euro in den nächsten drei Jahren für das Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere löst positive Reaktionen aus. „Wir sind dem Land dankbar, dass mit dieser Projektförderung von je etwa 333 000 Euro pro Jahr bis 2018 ein Weg für die Unterstützung des Paläon gefunden wurde“, meinte Bürgermeister Henry Bäsecke.

Als erfreulich bezeichnete er diesen Vorschlag der Landesregierung, der noch vom Landtag bestätigt werden müsse. „Ich bin sicher, dass das Paläon dafür interessante Projekte findet und dessen Wirtschaftsplan entlastet wird“, hob Bäsecke hervor.

Beim Paläon-Geschäftsführer Florian Westphal ist die Freude groß: „Wir schauen durch dieses starke Engagement des Landes in den nächsten drei Jahren frohen Mutes in die Zukunft.“ In erster Linie werde es sich bei der Förderung um pädagogische Projekte für den außerschulischen Lernort handeln. „Ostern soll die neue Ausstellung Säbelzahnkatze beginnen und für Führungen von Schulklassen werden dafür Konzepte entwickelt“, kündigte er an.

Kontinuierlich seien die Zahlen der Schülerinnen und Schüler im Paläon gestiegen. „Von 2200 im Jahr 2014 auf 3500 im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl, die Ende 2016 bei 4500 bis 5000 liegen wird“, sagte Westphal. Das Paläon werde auch von weiteren touristischen Projekten und einer besseren Vernetzung in der Region profitieren, um die Besucherzahlen noch steigern zu können. „2015 zahlten 45 000 Besucher Eintritt und in diesem Jahr rechnen wir mit rund 50 000 zahlenden Gästen und insgesamt 65 000 Besuchern auf dem Außengelände und in der Gastronomie“, bilanzierte der Geschäftsführer. Im Paläon arbeiten sechs Vollzeitkräfte und zwei Auszubildende sowie etliche Teilzeitmitarbeiter bei Führungen und an der Kasse sowie Mitglieder des Fördervereins Schöninger Speere im Paläon-Shop.

„Es ist ein Zeichen für die Bürger, dass das Land bei der Mitfinanzierung des Paläon auch dabei ist“, unterstrich Rolf-Dieter Backhauß (SPD-Ratsfraktion). Er habe Verständnis dafür, dass es sich um keine reine Beteiligung sondern um Projektförderung handele. Es sei eine Verpflichtung für das Paläon, durch Projekte, zum Beispiel attraktive Ausstellungen, mehr Besucher ins Speerezentrum zu locken. Die wirtschaftliche Bilanz müsse verbessert werden, um das Defizit verringern zu können.

„Nun hat das Paläon bis 2018 Luft, um in dieser Zeit Projekte umzusetzen“, erklärte Barbara Rautenschlein (CDU-Ratsfraktion). Für die Stärkung des ländlichen Bereichs im Südkreis könnte der Tourismus ein Baustein sein.

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