Schöninger Gymnasiasten ergründen die EU und Europa

Schöningen  Mit zwei Projekttagen und einem Schulfest setzt das Gymnasium Anna-Sophianeum ein Zeichen für die Staatengemeinschaft.

Im Gymnasium Anna-Sophianeum in Schöningen dreht sich derzeit der komplette Schulbetrieb rund um das Thema „Europa und die EU“. Die Mädchen und Jungen aller Jahrgangsstufen recherchieren, basteln, schreiben und layouten Beiträge für das große Schulfest am Freitag. Selbst Schulorchester und -chor studieren dafür thematisch passende Stücke ein.

„Wegen der aktuellen Ereignisse in Europa wollen wir damit ein Zeichen setzen“, erklärt Schulleiter Michael Kluge das Ziel der Projekttage, die für lebhaftes Treiben in allen Klassenzimmern und kreative Abwechslung im Schulalltag sorgen.

Während die 5. und 6. Klassen unter dem Motto „Wir lernen unsere europäischen Nachbarn kennen“ zum Beispiel Schautafeln über die einzelnen Länder gestalten oder Fragen für ein Wissensquiz sammeln, steigert sich in den höheren Jahrgängen die Intensität, mit der sich die Klassen und Kurse dem Themenspektrum nähern: Da telefonieren Gymnasiasten der achten Klasse schon mal mit dem Volkswagenkonzern, um herauszufinden, wo die einzelnen Teile für die Porsche-Fertigung herkommen. Eine Arbeitsgruppe weiter gehen Finnja Ziehe (13), Laura Loske (13) und ihre Mitschüler dem Waffenhandel in der EU auf den Grund. Mit Laptop und Tablet recherchieren sie im Internet, welche Firmen in Deutschland im Rüstungsgeschäft tätig sind, wie viele Arbeitsplätze von der Waffenbranche abhängig sind oder welche Umsätze mit dem Export von Waffen erzielt werden.

Ein Stockwerk höher geht es um Bürokratie. Der Leistungskurs Politik und Wirtschaft von Lehrerin Konstanze Neumann analysiert dort die Struktur des Rates der Europäischen Union, dessen Zusammensetzung, Aufgaben, und Kompetenzen. Auch die Außen- und Sicherheitspolitik wird in den Fokus genommen, und zwar nicht nur für die Projektwoche: das Thema ist abiturrelevant.

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