Gesund lernt es sich leichter

Schöningen  Gymnasiasten zeigen Grundschülern, wie ein gesundes Leben aussehen kann.

Wegen des Ganztagsangebotes verbringen Schüler mehr Zeit in der Schule. So wie die Schüler der Grundschule Schützenbahn in Schöningen. Hier wechseln sich von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 15.30 Uhr Unterricht, außerschulische Angebote, Pausen und Bewegungszeiten ab.

Doch ein ganzer Tag in der Schule kann schon mal zur Qual werden, wissen sechs Schüler des 12. Jahrgangs des Gymnasiums Anna-Sophianeum und haben im Rahmen ihres Sozialen Projektes gemeinsam mit der Grundschulleitung Harald Brötje und Madeleine Hollmichel ein Programm zum Thema „Gesundes Lernen“ konzipiert. „Uns ging es um eine ganzheitliche Förderung der Schüler“, so die sechs.

Dass Sport und gesunde Ernährung das Lernen fördern, scheint bekannt. „Doch mit dem Aspekt des sozialen Miteinanders geht unser Konzept noch einen Schritt weiter“, erklärten sie. Ihr Projekt veranstalteten sie an drei Tagen mit der Klasse 3e, den „Bibern“. Es sei eine tolle Erfahrung gewesen, resümierten Fabius Schöndube und Aaron Porada, die intensiv das Thema „Gesunde Ernährung“ mit den Schülern beackerten, „und zwar interaktiv“. Zum Einsatz kamen ein Geschmacksmemory, zwei Riesengloben, Spiele und Papierflieger. Jene sollten die Wegstrecke visualisieren, die zum Beispiel Äpfel außerhalb der Saison zurücklegen, um im Obstkorb zu landen. Auch Mateusz Barcik und Lukas Kreith gingen ihr Themenfeld „Soziales Miteinander“ handlungsorientiert an. In kleinen Rollenspielen erarbeiten sie mit den Kindern, wie ein respektvolles Miteinander und gegenseitige Akzeptanz möglich sein können. „Das klappte super“, bilanzierten sie. Vor allem der selbst gebaute „Mut-Mach-Spiegel“ mit den selbst geschriebenen „Mut-Mach-Sprüchen“ kam bei den Kids an. „Der ist einfach klasse“, hieß es von jenen.

Am letzten Tag stand noch eine Bewegungseinheit auf dem Programm, die Ludwig Kroos und Paul Rasmus Herrmann organisiert hatten. Mannschaftssport wechselte sich mit einer Einzelsportart (Parkour) ab. Eine Qigong-Einheit mit der Trainerin Katalin Schaller rundete den Vormittag ab, wobei die Entspannungseinheit bei den Schülern besonders gut ankam.

Überhaupt schienen die während der drei Tage einen Riesenspaß gehabt zu haben. Mit traurigen Gesichtern und selbstgemalten Bildern ließen sie ihre „Interims-Lehrer“ wieder ziehen. Harald Brötje lobte die Gymnasiasten ebenfalls. „Das haben die Jungs großartig gemacht.“ Zumal es nicht zu unterschätzen sei, „eine Rasselbande von 21 Neunjährigen zu zähmen“, schmunzelte er und adressierte an die großen Jungs, „über ein Lehramtsstudium nachzudenken.“ Den Schülern der 3e würde dieser Gedanke sicher gefallen.

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