Treckerfans in Watenstedt ziehen sich warm an

Watenstedt.   Bei Temperaturen um die 2 Grad mussten sich am Sonntagmorgen die Besitzer von rund 50 historischen Treckern auf den Weg nach Watenstedt machen.

Das Treckertreffen in Watenstedt litt etwas unter den kühlen Temperaturen.

Das Treckertreffen in Watenstedt litt etwas unter den kühlen Temperaturen.

Foto: Melanie Specht

Ihr Ziel war das Heesebergmuseum mit seinem alle zwei Jahre stattfindenden Treckertreffen. Die Anreise sei „schon schattig gewesen“, hieß es schmunzelnd aus den Teilnehmerreihen. Und wesentlich wärmer sollte es nicht mehr werden. Das Thermometer stockte bei 6 Grad und gegen Mittag fing es dann auch noch leicht zu nieseln an.

Den Spaß an ihrem Treffen ließen sich die Teilnehmer und die zahlreichen Gäste dennoch nicht verderben. Dick eingemummelt mit Schal und Mütze kamen Jung und Alt gleichermaßen auf ihre Kosten. Während Anna-Lena (6) ihren Großvater Frank und ihren Bruder Luca-Henry vor den historischen Schleppern fotografisch in Szene setzte, testeten die beiden Mädchen Ella und Lotta, wie es sich anfühlt, auf einem Motorrad zu sitzen. Ihre „Brumm-Brumm-Geräusche“ konnten jedoch nicht mit der ohrenbetäubenden Hupe des Deutz mithalten, die der kleine Alfred entdeckt hatte und mit wachsender Begeisterung ausprobierte.

Zur gleichen Zeit demonstrierte Jörg Podehl nur wenige Meter entfernt einer großen Menschentraube seinen Standmotor von 1937, der einst Dreschmaschinen und Pumpen angetrieben hatte. Ein interessantes Schauspiel und begehrtes Motiv für das eine oder andere Gruppenfoto mit alten Bekannten. Tatsächlich habe das Treckertreffen in Watenstedt längst familiären Charakter. Viele Teilnehmer kämen seit vielen Jahren, wissen die Organisatoren vom Förderkreis Heeseberg-Museum mit ihrem Vorsitzenden Klaus Schliephake. Dass es in diesem Jahr unter den sonst durchschnittlich 60 bis 70 teilnehmenden Traktoren blieb, liege vermutlich am Wetter, mutmaßte Martin Meier. „Angemeldet waren um die 100“, sagte der 2. Vorsitzende des Förderkreises. Man sei dennoch recht zufrieden, betonte er. Die Veranstaltung sei sehr gut besucht und auch in diesem Jahr gebe es wieder Raritäten und liebevoll restaurierte Schlepper zu bestaunen.

Zum Beispiel die zwei Hanomags von Uwe Schmidt aus Erkerode. Insgesamt besitze er sieben historische Schlepper, verriet der Treckerfan, die er mit viel Liebe zum Detail restauriert habe. Eine Leidenschaft, die er an seine Enkel Tom und Marcel weitergegeben habe, die mit ihm nicht nur gemeinsam schrauben, sondern eben auch zu den Treckertreffen fahren würden. Und so verbrachten die Treckerfreunde trotz des Wetters einen kurzweiligen Tag mit viel Zeit zum Fachsimpeln, bevor sie am späten Nachmittag die Heimreise antraten. Zurück ließen sie das Versprechen, auch in zwei Jahren wieder dabei zu sein – dann hoffentlich bei Sonnenschein.

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