Offene Fragen zur ehemaligen Esbecker Sportschänke

Esbeck.  Der Verein zur Förderung der Dörflichen Gemeinschaft will aber schnell für Kalrheit sorgen, unter anderem beim Vertrag mit der Stadt.

Der Vorstand informierte während der Jahreshauptversammlung über bereits geleistete Renovierungsmaßnahmen und die Pläne für dieses Jahr

Der Vorstand informierte während der Jahreshauptversammlung über bereits geleistete Renovierungsmaßnahmen und die Pläne für dieses Jahr

Foto: Tanja Reeve

Die Jahreshauptversammlung des Esbecker Vereins zur Förderung der Dörflichen Gemeinschaft fand am Sonntag statt. Der Verein hat sich die Erhaltung der ehemaligen Sportschänke als eine Art Dorfgemeinschaftshaus zur Aufgabe gemacht.

Er war im Juni vergangenen Jahres gegründet worden, um Renovierungsarbeiten vorantreiben zu können und Veranstaltungen zu organisieren. In der nicht mal einjährigen Geschichte des Vereins wurden schon mehr als 360 Arbeitsstunden und einige Investitionen getätigt, um beispielsweise die Küche und die Theke des Dorftreffs zu erneuern.

Doch die Arbeit ist noch nicht beendet, denn beispielsweise steht noch die Renovierung des Gastraumes aus. „Bürgerschaftliches Engagement wird stets gelobt“, meinte Vorsitzender und Ortsbürgermeister Hans-Joachim Rehkuh gegenüber den über 30 teilnehmenden Mitgliedern. „Doch es werden auch Hürden geschaffen“, resümierte er und bezog sich auf einen Vertrag, der mit der Stadt geschlossen werden sollte.

Der ursprüngliche Plan war, dass es zum 1. Januar 2019 eine Nutzungsvereinbarung zwischen der Stadt Schöningen und dem Verein geben sollte. Der Besitz des Gebäudes sollte auf den Verein übertragen werden. Das bedeutet, dass der Verein die Immobilie der Stadt verwaltet und die Verbrauchskosten sowie Unterhaltung des Gebäudes trage.

Doch bisher sei keine Vertragsunterzeichnung zustande gekommen, denn noch seien einige Aspekte mit verschiedenen Akteuren abzuklären. Doch Rehkuh zeigte sich zuversichtlich, dass ein Vertragsabschluss im Sommer vorgenommen werde.

„Wir wollen, dass die Allgemeinheit, also die Stadt, so wenig wie möglich leisten muss. Wir wollen auf bürgerschaftliche Initiative hin arbeiten“, fasste er die Debatte um Zuständigkeiten und Pflichten während der Sitzung zusammen.

Einzelne Mitglieder hinterfragten die geplanten Kosten für die Anmietung der Räume des Dorftreffs. So wurde als Beispiel genannt, dass die Miete des Gastraumes mit Theke und Toiletten, allerdings ohne Küche für eine private Feier pro Tag voraussichtlich 90 Euro kosten soll. Für die zusätzliche Anmietung weiterer Räume werde sich die Gebühr entsprechend staffeln.

„Die Allgemeinheit wird nicht mehr subventioniert“, argumentierte der Vorsitzende des Vereins Rehkuh. Wer Kosten verursache, so der Konsens im Verein, der müsse sie auch tragen.

Ein Mitglied merkte an, dass kaum Werbung für den Verein gemacht werde. Dort sind nach Meinung des Vorstands die Mitglieder des Vereins selbst gefragt. „Sprecht eure Nachbarn an“, appellierte der Vorsitzende. Immerhin basiere der Verein auf dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger.

Der Verein zählt mittlerweile mehr als 60 Mitglieder und hat für dieses Jahr einige Veranstaltungen im Dorftreff vorgesehen. Die renovierte Kegelbahn soll einem regelmäßig stattfindenden Nachmittag für Jugendliche zu Verfügung stehen.

Auch dem kulturellen Leben in Esbeck hat sich der Verein verpflichtet. So sei eine Vortragsreihe über die Geschichte Esbecks geplant. Ein Workshop, um Sütterlinschrift lesen zu lernen, ist auch in der Vorbereitung. Darüber werde der Verein zu gegebener Zeit noch informieren, versprach der Vorstand.

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