Abenteuer Eisklettern

München.  Im Winter kann man an gefrorenen Wasserfällen hochklettern.

 Angelika Rainer ist schon viele zugefrorene Wasserfälle hochgeklettert. Dazu gehört viel Geschick und gute Ausrüstung.

Angelika Rainer ist schon viele zugefrorene Wasserfälle hochgeklettert. Dazu gehört viel Geschick und gute Ausrüstung.

Foto: Jensen Walker / dpa

Auf einer Eisfläche rutscht man leicht weg. Wie schwierig muss es also sein, an einer Eiswand hinaufzuklettern? Es gibt wirklich Leute, die genau das machen. Angelika Rainer ist eine der besten Eiskletterinnen und wurde schon dreimal Weltmeisterin. Mit den dpa-Nachrichten für Kinder hat sie über ihren Sport gesprochen.

Was ist Eisklettern?

Eisklettern ist ähnlich wie normales Klettern. Aber man macht es nicht am Felsen oder in einer Halle mit künstlichen Griffen, sondern im Winter an gefrorenen Wasserfällen. Die sind meist in den Bergen.

Was gehört denn alles dazu?

Man braucht einen Klettergurt und Seile, wie beim normalen Klettern. Außerdem muss man einen Helm tragen als Schutz gegen Eisstücke, die von oben herabbrechen können. Weil es am gefrorenen Wasserfall kalt und nass ist, trägt man beim Klettern wasserfeste Handschuhe. Mit diesen hält man zwei Eispickel, mit denen man in das Eis hackt und sich daran festhält. An den Füßen trägt man Bergschuhe oder Skischuhe. Daran werden Steigeisen befestigt. Das sind Metallzacken, die man in das Eis schlägt, um Halt zu haben und nicht abzurutschen.

Und wie kommt man vorwärts?

Man kann sich nicht mit bloßen Händen festhalten, die würden im Eis ja wegrutschen. Deshalb schlägt ein Kletterer die Spitzen der Pickel in das Eis, zieht sich daran ein bisschen hoch, und steigt dann mit den Füßen und Steigeisen nach. Je nachdem, wie fest das Eis ist, muss man dabei recht fest schlagen und treten. Am besten steht man etwas breitbeinig da, um das Gewicht gleichmäßig zu verteilen.

Was passiert, wenn man mal abrutscht?

Wie beim normalen Klettern sichert man sich mit einem Seil. Bei einem Wasserfall klettert einer voraus und nimmt das Seil mit. Er hat Schrauben dabei, die er in das Eis dreht. Dort hängt er dann das Seil ein und ist gesichert, falls er wegrutscht.

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