Netzgeflüster

Mit Beyoncé im Whirlpool

Noch einmal jung sein. Das wollen viele. Ich möchte lieber noch einmal neu auf Instagram sein, alles noch einmal ganz neu entdecken, bewusster, mit dem Wissen von heute. Denn scheinbar werden einem in dem sozialen Netzwerk, wenn man neu ist, nur die besten Accounts vorgeschlagen, quasi die Crème de la Crème. Eine Freundin von mir macht diese Erfahrung gerade. Und vorgeschlagen wurden ihr direkt nebeneinander, so als gehörten sie zusammen wie eine sich liebende Familie:
Beyoncé, die mit 125 Millionen Followern Platz 8 der erfolgreichsten Instagram-Accounts belegt, Justin Bieber, der mit 104 Millionen Followern nur knapp die Top 10 verfehlt, und – Trommelwirbel – meine Wenigkeit, deren Abstand zu den Top 10 ebenfalls marginal ist. Hauchdünn! Die paar Nullen am Ende, die sind ja nun wirklich nicht der Rede wert. Fest steht jedenfalls: Instagram nennt mich quasi in einem Atemzug mit dem Who-is-Who der internationalen Musikszene. Jahaaa. Wahrscheinlich habe ich meine Star-Qualitäten bislang einfach übersehen – und hätte längst mit Queen B und Mädchenschwarm Justin im goldenen Whirlpool sitzen und Insta-Selfies machen können. Kommen Sie mir jetzt ja nicht mit irgendwelchen Verschwörungstheorien von wegen Instagram gehört zu Facebook und Whatsapp, deshalb weiß Instagram, dass meine Freundin und ich uns kennen – und schlägt mich ihr allein aus diesem Grund vor. Alles Quatsch. Instagram hat mein Starpotenzial erkannt. Basta!

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