Tischgespräche

Einmal ohne Salatblatt, bitte

Der Pflaumenaugust besteht aus einem warmen Baguettebrötchen mit Matjesfilet, würzigen Zwiebeln, Äpfeln und Pflaumenmus.

Kürzlich ging es hier um den Pflaumenaugust. Der sei ein Blödmann, haben wir damals festgestellt. Und jetzt scheint er auch noch ein Fischkopf zu sein. Zu dieser Erkenntnis ließ mich meine Kollegin gelangen, die mir von ihrem Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern ein Foto zukommen ließ: Es zeigt eine Gastronomie-Tafel, auf der als Greifswalder Delikatesse ein Pflaumenaugust angeboten wird. Das wäre nicht so außergewöhnlich, wenn es sich nicht um ein Fischlokal gehandelt hätte.

Der Pflaumenaugust besteht aus einem warmen Baguettebrötchen mit Matjesfilet, würzigen Zwiebeln, Äpfeln und Pflaumenmus. „Ich habe ihn nicht probiert, ich finde die Kombination eher abschreckend“, sagte meine Kollegin. Außerdem sei Kaffeezeit gewesen. Als Snack aber muss der Pflaumenaugust großartig sein. Wie zu erfahren war, habe Kanzlerin Angela Merkel auf einer Wahlkampftour für den Oberbürgermeister Arthur König in dem Imbiss Halt gemacht und die Wahlkampftruppe zu Fischbrötchen eingeladen. „Echt lecker“, habe Merkel den Pflaumenaugust gelobt, als Verbesserungsvorschlag allerdings das Salatblatt entfernt. Recht so. Pflaumenmus auf Salat geht gar nicht.

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