Angesagt

Auf ein Kompliment

Ich hätte gern Mäuschen gespielt und gelauscht. Schöne heile Schüler-Welt!

Wichteln! Es ist und bleibt der Renner in der Weihnachtszeit. Die Lehrerin meiner Tochter hatte dieses Jahr eine besonders schöne Idee, was ein Schüler einer Schülerin und umgekehrt schenken könne: ein Kompliment. Kein Bonbon, keine Schokolade, kein Pixi-Buch – einfach ein paar wohlgemeinte Worte. Diese zu finden, ist allerdings gar nicht so einfach, wenn man erst sieben Jahre alt ist und sie einem acht Jahre alten Jungen sagen soll. Es soll ja nichts Profanes sein. Lieber etwas Spezielles. Grinsend und kichernd schrieb meine Tochter auf ihren Spickzettel im Etui: „ich Finde Das Du Das ganz toll als Klassensprecher machst“ Wie niedlich! Es kann so einfach sein, etwas Treffendes und Nettes zu sagen. Als meine Tochter ihrem Mitschüler ihre Worte überbringen soll, ist sie aufgeregt. Aber sie schafft es und ist danach glücklich und erleichtert. Das ihr zugedachte Kompliment einer Mitschülerin lautet: „Du hast heute toll gearbeitet.“ Jemand anderes sagt: „Ich mag deine Haare und deine Anziehsachen“. Ich hätte gern Mäuschen gespielt und gelauscht. Schöne heile Schüler-Welt!

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