„Der Autobahnneubau wird nicht zur Entlastung beitragen“

Die A 39 in Braunschweig (Archivbild).

Die A 39 in Braunschweig (Archivbild).

Foto: Peter Sierigk

Zum Gastkommentar „Wird die A39 einfach so gebaut, hat die Politik nichts gelernt“ vom 14. Januar:

Da gebe ich Professor Menzel glatt Recht. Wird die Autobahn A39 von Wolfsburg nach Lüneburg einfach so gebaut, hat die Politik nichts gelernt. Und er führt auch einige richtige Argumente, die gegen den Bau sprechen, an. „Eine neue Autobahn inmitten eines schützenswerten Naturraumes, in Zeiten des Klimawandels, in Zeiten langer Trockenperioden, in Zeiten einer widerlich arroganten Automobilindustrie“. Recht hat er.

Wie man dann zu dem Schluss kommen kann, es sei weltfremd, gegen den Autobahnneubau zu agitieren, kann Professor Menzel wohl nur selbst beantworten. Der Autobahnneubau wird eben nicht zur Entlastung der durch den Autoverkehr verursachten Schäden an unserem Ökosystem führen, sondern diese noch vermehren. Bekanntlich führen neue Straßen und Autobahnen auch zu mehr Autoverkehr, zu erhöhten Emissionen und damit zur Verstärkung des vom Menschen verursachten Treibhauseffektes und der globalen Erwärmung. Ein Verbrechen an nachfolgenden Generationen. Die fünfzehnjährige schwedische Schülerin Greta Thunberg hat es in ihrer Rede bei der UN Klimakonferenz in Kattowitz auf den Punkt gebracht: „Ihr sagt, ihr liebt eure Kinder über alles. Und doch stehlt ihr vor ihren Augen ihre Zukunft.“

Reimund Wunderlich, Gifhorn

Ebenfalls dazu:

Manchmal bedarf es einfacher Ideen, so scheint es zumindest, die faktisch ideal und nahezu genial erscheinen und – zumal schon wissenschaftlich herausgearbeitet – regelrecht danach schreien, umgesetzt zu werden. Fachleute, wie in diesem Fall Professor Christoph Menzel von der Hochschule Ostfalia, die auch über den Tellerrand schauen und Projekte aus anderen Blickwinkeln betrachten, sollte man grundsätzlich bei Planungen mit ins Boot holen. Also, auf geht’s!

Peter Schlünz, Danndorf

Zum Kommentar „Widerspruch?
Na klar!“ vom 15. Januar:

Der Autor des Kommentars hat entweder die Äußerungen Kretzschmars nicht richtig gelesen oder sie nicht richtig verstanden. Vielleicht trifft ja auch beides zu, denn eine bewusste inhaltliche Verzerrung möchte man ihm nicht vorwerfen.

Kretzschmar behauptet, dass sich kaum noch Sportler kritisch zu politischen Sachverhalten äußern. Kritisch soll heißen, dass sie eine Meinung jenseits der politischen Korrektheit und des medialen Mainstreams vertreten.

Wenn sie es doch tun, werden sie in den sozialen Netzwerken und den Medien niedergemacht und müssen befürchten, dass ihre Werbesponsoren aus Angst vor der öffentlichen Meinung die existenziell wichtigen Verträge kündigen. Der Autor des Kommentars verschiebt die Kritik auf die persönliche Ebene. Nach dem Motto, wenn man sich so vulgär äußert wie Kretzschmar, muss man sich nicht wundern, wenn einem die Verträge gekündigt werden. Aber das ist nicht der Punkt.

Wenn beispielsweise eine AfD-Mitgliedschaft oder kritische politische Äußerungen zu negativen existenziellen Konsequenzen für den Betroffenen führen, dann ist die Meinungsfreiheit in der Tat in Gefahr. Die sozialen Medien spielen dabei leider eine unrühmliche Rolle.

Georgis Zech, Wendeburg

Zu „Vorwürfe wegen ,Gorch Fock’“ vom 14. Januar:

Die Kostenexplosionen sind schon enorm, die in unserem Land für bestimmte Projekte gezahlt werden. Von zehn auf 135 Millionen (geschätzt) für die Gorch Fock. Beim BER von zwei auf 7,3 Milliarden und die Elbphilharmonie von 77 auf fast 900 Millionen! Können die Verantwortlichen nicht rechnen, oder sind sie einfach nicht vom Fach?

Achim Warnke, Salzgitter

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