„Verkauf der Schiffskredite an Investor ist keine gute Lösung“

Die Norddeutsche Landesbank NordLB in der Morgendämmerung.

Die Norddeutsche Landesbank NordLB in der Morgendämmerung.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Zu „Insider: Cerberus setzt auf Rückzahlung“ vom 5. Februar:

Cerberus ist der vielköpfige Höllenhund, der in der griechischen Mythologie den Zugang zur Unterwelt bewacht. Das könnte ein Hinweis auf die Methoden sein, mit denen der gleichnamige amerikanische Finanzinvestor die Schulden eintreibt, und die in dem Artikel mit „extrem spezielles, und kein schönes Geschäft“ umschrieben werden.

Es wird auch zu Recht auf die Schwierigkeiten verwiesen, die eventuell auf deutsche Reedereien und ihre Mitarbeiter zukommen. Ich bezweifle, dass der Verkauf der faulen Schiffskredite an Cerberus wirklich eine gute Lösung ist, insbesondere auch, weil gleichzeitig die europäische Zentralbank Geld für Null-Prozent-Zinsen vergibt und daher auch das Land Niedersachsen in Ruhe und wahrscheinlich ohne Kosten abwarten könnte, bis sich der Schiffsmarkt wieder normalisiert hat.

Reinhard Leithner, Braunschweig

Hoffentlich kein Schaden für Region

Zu „Ex-OB Hoffmann: Nord-LB hat die Schiffskredit-Risiken unterschätzt“ und „,Das war besorgniserregend’“:

Bericht und Interview mit Ex-Oberbürgermeister Dr. Hoffmann zur Situation der Nord-LB lesen sich wie ein Bericht aus dem Tollhaus. Haben Vorstand und Aufsichtsrat – außer Dr. Hoffmann – alle das „Klumpenrisiko“ unterschätzt?

Wie sagte noch Finanzminister Möllring als Aufsichtsratsvorsitzender der Nord-LB 2012 nach dem Ausscheiden Hoffmanns aus dem Aufsichtsrat – man hat es ja noch im Ohr: „Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind nicht dazu da, die Region zu vertreten, sondern das Unternehmen sicher zu leiten.“ Bleibt zu hoffen, dass unsere Region nicht noch großen Schaden an der „richtigen“ Leitung nimmt.

Robert Fischer, Braunschweig

Russland ist nicht für alles verantwortlich

Zu „,Wir müssen mehr in Sicherheit investieren“ vom 7. Februar:

Da haben wir es also wieder: Die Russen haben schon wieder Verträge wie in der Vergangenheit, so auch in der Gegenwart, gebrochen. Das ist die Sicht des Herrn Stoltenberg. Die größte Bedrohung des Friedens in Europa geht aber von der Nato mit der aggressiven amerikanischen Politik aus – stattdessen versucht man der Bevölkerung zu suggerieren, dass Russland all und jeden bedroht.

Von Seiten der Nato ist man – trotz anders lautender Abmachung – immer näher an Russland herangerückt. Da für alles Übel in der Welt Russland pauschal verurteilt wird, kann man nur hoffen, dass Russland die Nerven behält und nicht auf die Aggressionen der Nato reagiert.

Knut Petzold, Braunschweig

SPD kann in Wählergunst steigen

Zu „Ein Rentenplus für Geringverdiener“ vom 4. Februar:

So und nicht anders hat die SPD eine Chance, in der Gunst der Wähler zu steigen. Das Sortieren nach Vermögen, Eigentum, etc. – wie von der CDU propagiert – führt wieder zu nichts. Die Grünen haben nur viel Geld für unsere Gäste in Deutschland und der Gängelung der Autoindustrie zu bieten. Hoffentlich erkennt die Vorsitzende Frau Nahles dies auch. Ich habe aber berechtigte Zweifel.

Ralf Bosse, Salzgitter

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