„Wolfentnahme als letzte Lösung“

Zu „Die FDP warnt vor immer mehr Wölfen in Niedersachsen“ vom 26. Februar:

Die Ausbreitung des Wolfes ist für die meisten Menschen kein Problem. Die Städter, die den Wolf nur vom Hörensagen kennen, sind eher geneigt, ihn weiter freilaufen zu lassen und die Betroffenen oder von der Jagd Lebenden sehen das ganz anders. Nur hat es keinen Sinn, mit Ängsten zu spielen, dass der Wald in einigen Jahren eine Art „No-Go-Area“ für die Menschen werden könnte.

Frei von ideologischen Zwängen muss aber eine Lösung gefunden werden. Wie so häufig im Leben muss eine Abwägung des gemeinsamen Nutzens einer Entscheidung getroffen werden, die für alle annehmbar und nachvollziehbar ist! Nur als letzte Konsequenz sollte das „Entnehmen“ eines Wolfes stehen. Denn das würde immer das Scheitern von humanen Lösungen bedeuten.

Jochen Eckolt, Braunschweig

Auch zu diesem Thema:

Entfernen wir unsere Wälder, bauen noch mehr Autobahnen, Wohnsiedlungen, Gewerbeflächen, und schon packen die Wölfe ihre Koffer, um sich nach besseren Lebensbedingungen umzusehen. Ich gebe zu, das ist ziemlich sarkastisch ausgedrückt.

Was nun? Die einzige Lösung wäre aus meiner Sicht, die Wölfe einzufangen und in ein abgegrenztes Gehege zu versetzen, wie es ja schon vielerorts zu sehen ist – zum Beispiel in Dörverden. Wenn das Einfangen und Umsiedeln nicht bei allen klappen sollte, müsste über den teilweisen waidgerechten Abschuss der restlichen Tiere von Zeit zu Zeit nachgedacht werden. Eine andere Lösung für das Wolfsproblem fällt mir nicht ein.

Ulrich Groß, Braunschweig

Ebenfalls dazu:

So schön die Wiederansiedlung von Wölfen in Deutschland ist, müssen auch die Interessen und Sorgen der Nutztierhalter gesehen werden. Wenn ein Wolf Fähigkeiten entwickelt hat, gesicherte Herden und Pferde zu töten, muss er zum Abschuss freigegeben werden und zwar, bevor seine Rudelmitglieder die Fähigkeit von ihm erlernen. So traurig es ist, aber besser, ein Wolf stirbt als das ganze Rudel.

Im Übrigen werden ja auch Rehe oder Wildschweine geschossen, denn auch da würde eine zu hohe Population erheblichen Schaden anrichten.

Norbert Troska, Peine

Zu „Tierschützer kämpfen gegen Wolf-Abschuss“ vom 20. Februar:

Ein Wolf ist und bleibt ein Fleischfresser – ganz gleich, ob die Freunde der Wölfe das akzeptieren oder nicht. Warum müssen wir tage- und wochenlang darüber diskutieren, ob ein Wolf, der so großen Schaden anrichtet, entfernt werden darf oder nicht?

Gibt es keine anderen, wichtigeren Probleme? Sollen wir die Wölfe jetzt wie Haustiere behandeln? Ich fürchte nur den Tag, an dem diese lieben Tiere einen Menschen anfallen, oder sollen wir mit Schutzkleidung in die Wälder gehen?

Barbara Borrmann, Braunschweig

Auch zum Thema:

Die Forderung der FDP kommt einer generellen Abschusserlaubnis gleich und wäre eine schallende Ohrfeige für den Artenschutz. Außerdem besteht eine Personengefährdung in Wald und Flur sowie mittlerweile auch in den Städten und Dörfern eher durch die Überpopulation von Wildschweinen. Vielleicht könnte sich hier jemand für die Bestandsregulierung und damit für eine Akzeptanz der Wildsau in der Bevölkerung einsetzen.

Kai Fischer, Wendeburg

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