„Vorbildliche Vorsorge in Thailand“

Bangkok: Buddhistische Mönche tragen einen Gesichtsschutz, um sich vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen. F

Bangkok: Buddhistische Mönche tragen einen Gesichtsschutz, um sich vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen. F

Foto: Sakchai Lalit / dpa

Zum Bericht „Von Thailand können wir nur lernen“ vom 31. März:

Dieser Bericht trifft den Nagel auf den Kopf. Wir sind selber erst vor sechs Tagen aus Thailand nach einer Drei-Wochen-Tour zurückgekommen und haben in verschiedenen Landesteilen Thailands eine nie gekannte Vorsorge gegen den Virus erlebt. Anfang März war vom Coronavirus allerdings noch wenig zu spüren. Überall, ob in den Einkaufszentren,

am Eingang zur U-Bahn, in den offenen Restaurants (waren noch nicht geschlossen,erst etwas später), oder in den allgegenwärtigen „7 Eleven“- Stores, standen Portionierflaschen zur Desinfektion der Hände zur Verfügung. Selbst die Handläufe der Rolltreppen wurden permanent vom Personal gereinigt, die U-Bahnen nachts desinfiziert. Beim Abflug im Flughafen Bangkok wurden am Eingang mit einer Wärmebildkamera gemessen usw. Ab da wurde bis zur Ankunft zu Hause keinerlei Kontrolle mit uns durchgeführt. Weder im Airport Dubai beim Stopp noch in London bei der Ankunft, auch nicht bei der Weiterreise am Bahnhof in London mit dem Eurostar nach Brüssel, in den Bahnhöfen in Deutschland, nichts passierte. Da muss man sich nicht wundern, wenn man trotz eigener Schutzmaßnahmen andere Infizierte den Virus unkontrolliert verteilen. Darüber sollte man sich auch mal Gedanken machen – und von anderen lernen.

Ilona und Horst Klever,

Meine

Die Spaßindustrie brauchen wir nicht

Ebenfalls zur Corona-Krise:

Wir alle, ausnahmslos arm und reich, ob selbständig oder abhängig beschäftigt, Klein- oder Großindustrie, werden von Corona betroffen sein und müssen gemeinsam die Folgekosten tragen. Da klingt es doch geradezu zynisch, wenn die sogenannte Spaßindustrie (Fußball, Kreuzfahrten, Ferienflieger, Olympia, Sportveranstalter – um nur einige zu nennen) über entgangene Gewinne klagen und vielleicht noch aus dem

staatlichen Füllhorn zu schöpfen hoffen. Wie kann man ernsthaft über mangelnde Einnahmen

klagen, wenn unsere Gesellschaft vor einer ungewissen Zukunft steht? Die Spaßindustrie brauchen wir nun wirklich nicht, um die Gesellschaft wieder nach vorn zu bringen und die Folgen von Corona abzufedern. Die Menschen müssen aber auch selbst lernen, mit den Folgen umzugehen: Was benötige ich wirklich zum Leben, und auf welche Güter kann ich gut verzichten? Da ist natürlich auch der Staat gefragt, der seine Hilfen auf die Beseitigung von Mängeln richten sollte, die durch das Virus aufgedeckt wurden; Gesundheitsvorsorge, mit allem, was dazu gehört. Natürlich werden in der Spaßindustrie Jobs wegfallen, Unternehmen oder Vereine Pleite gehen, das wird auch in der Wirtschaft so sein und auch beim Kleinunternehmer, aber das ist der Preis, den wir alle zahlen müssen. Was nützt es, wenn einige Reiseunterunternehmen, Flug-und Kreuzfahrtveranstalter aufwendigst vom Staat gerettet werden, und kein Mensch nimmt die Dienste in Anspruch, weil das Geld in der vormals gut gefüllten Tasche einfach nicht da ist?

Es wäre wünschenswert, wenn sich alle gesundschrumpfen würden, dann könnte man gemeinsam

wieder aufstehen und die Zukunft neu gestalten.

Henning Müller, Braunschweig

Firmen Grenzenaufzeigen

Zum Artikel „Empörung über Mietzahlungsstopp großer Unternehmen“ vom 30. März:

Für mich steht fest, dass ich bei Firmen, die den Mietzahlungsstopp ohne Not nutzen, nichts mehr kaufen werde. Adidas, H&M, Deichmann existieren für mich nicht mehr. Wenn andere Firmen ebenso handeln und das bekannt wird, werde ich auch diese auf Dauer meiden. Ich hoffe, dass viele Menschen das ähnlich sehen und ihren Teil tun, hier Grenzen aufzuzeigen.

Anne Nientit-Wunsch, Wolfsburg

Danke,Angela Merkel

Zu den Forderungen einiger Politiker nach einem schnellen Ende der strikten Corona-Regeln.

Jetzt sind wir gerade mal eine Woche im Ausnahmezustand. Da kommen die Herren Lindner und natürlich Norbert Walter-Borjans und halten kluge Reden. Vielleicht sehen sie nicht, was gerade in Italien und Spanien so abläuft. Da kann man doch froh und dankbar sein, wie es zur Zeit bei uns läuft. Vielleicht sollte man auch mal der Bundeskanzlerin dafür danken, dass sie uns so ruhig durch diese Krise führt.

Manfred Hölscher, Wolfenbüttel

Treppenwitz der US-Geschichte

Zum Kommentar „Die Krise nützt Trump“ vom 30. März:

Dass Trump die nächste Wahl zum Präsidenten gewinnt, dürfte doch klar sein! Und „als Treppenwitz in die Geschichte eingeht“, wie Friedemann Diederichs in seinem Kommentar befürchtet! Jeder US-Amerikaner, der im November zur Präsidenten-Wahl gehen kann, muss doch denken: „ICH habe überlebt; also muss Donald alles richtig gemacht haben! Und deshalb wähle ICH Donald!“

Gerhard A. Beutmann,
Braunschweig

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