Politiker müssen Topmanager fürs Klinikum Peine suchen lassen

Zum Kauf des Peiner Klinikums, mit dem sich der Kreistag und der Rat der Stadt Peine am Mittwoch befassen:

Aus medizinischer Sicht, wegen einer guten Infrastruktur, wegen der Arbeitsplätze und für alle Bürger/Patienten brauchen wir ein Klinikum Peine. Doch der finanzielle Aufwand zu seiner Rettung ist sehr hoch: So werden außer dem Landkreis die Stadt Peine und die Gemeinden herangezogen. Wegen der hohen Klinikum-Umlage müssen Projekte in den Gemeinden geschoben werden. Aber das alles sollten wir mittragen, weil wir unter dem Strich alle profitieren.

Sorgen macht mir allein die Zukunft des Klinikums Peine. Es wäre ein fürchterliches Szenario, wenn wir aufgrund von Versäumnissen in der jetzigen Situation nach zwei bis drei Jahren erfahren müssten, dass das Klinikum Peine keine schwarzen Zahlen produziert, unsere Investitionen umsonst waren und das Klinikum Peine insolvent ist. Das kann passieren, wenn das neue Management des Klinikums versagt. Es ist sicher schwer, dafür einen Top-Manager zu akquirieren – aber nicht unmöglich. Dieser Manager muss dafür sorgen, dass sich Patienten wieder gern im Klinikum behandeln lassen; er muss ein Teamplayer sein, der dafür sorgt, dass Ärzte und Personal sich mit dem Klinikum und den Zielen des Managements identifizieren. Ich befürchte, dass ein solcher Top-Manager nicht gesucht wird. Zu hören ist, dass Dr. Dirk Tenzer diesen Job übernehmen könnte: Er hat am Konzept für den Erhalt des Peiner Klinikums mitgewirkt und sich augenscheinlich dadurch in Stellung gebracht. Peines Landrat Franz Einhaus hat bei einem öffentlichen Auftritt bereits die Qualitäten von Tenzer herausgestellt. Dieser Kandidat ist wegen seiner „Qualitäten“ als Top-Manager im Klinikum Oldenburg gescheitert und verbrannt. Wo sind die Alternativen? Selbst wenn es diese zurzeit nicht gibt, ist es nicht zielführend, Tenzer diese Aufgabe zu übertragen.

Am Mittwoch wird über die Zukunft des Klinikums entschieden. Liebe Politiker, Sie werden bei den nächsten Kommunalwahlen auch daran gemessen, welche Entscheidungen Sie für die Bürger/Wähler getroffen haben. Finden Sie jemanden, der das Klinikum Peine in die schwarzen Zahlen führt, und sorgen Sie dafür, dass der ,Kopf des Fischs’ nicht stinkt! Der Steuerzahler wird es Ihnen danken.

Rüdiger Blimke, Groß Ilsede

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