Kommentar

Einfach nur dreist

„Betrüger haben ihre Maschen wie den Enkeltrick an die aktuelle Situation angepasst.“

Das Böse schläft nie. Es hat nicht lange gedauert, bis Kriminelle die Corona-Krise für sich entdeckt haben. Betrüger spielen mit den Sorgen und Ängsten der Menschen. Das ist bei Corona nicht anders. Wahrscheinlich wird es gerade bei Corona so sein. Denn das Virus beschäftigt in diesen Tagen jeden.

Besonders perfide gingen Betrüger in Nienburg zu Werke. Sie legten Schutzanzüge und Atemmasken an, gaben sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamts aus und zogen von Haus zu Haus. Zum Glück wurde den Tätern schnell das Handwerk gelegt. Sogar das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnte die Nienburger. Wehret den Anfängen!

Das denkt sich auch das LKA in Niedersachsen. Es warnt die Bevölkerung eindringlich vor den Betrügern, die ihre Maschen wie den Enkeltrick abgewandelt haben. Sie rufen bei Älteren an, geben sich als Enkel aus, weil sie angeblich finanzielle Hilfe aufgrund einer Corona-Krankenhausbehandlung benötigen. Andere versuchen, die vielen Bürger zu betrügen, die derzeit im Homeoffice arbeiten. Sie geben sich als IT-Experten aus, die angeblich eine Fernwartung am Computer vornehmen wollen. Das alles ist dreist. Nein, es ist einfach nur abscheulich, aus den Sorgen und Nöten der Bürger Kapital schlagen zu wollen. Zum Glück gibt es auch die andere Seite: Die vielen Helfer, die sich in Kliniken, bei der Kinderbetreuung oder beim Einkauf für ältere Menschen anbieten. Das Böse schläft nie, das Gute ist aber auch noch wach!

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