Bau riesiger Stromtrasse steht kurz bevor

Wahle.  Die 230 Kilometer lange Leitung Wahle-Mecklar führt durch unsere Region. 111 Strommasten entstehen bei uns in der Region.

Die Strommasten in unserer Region werden bis zu einer Höhe von 89 Metern gebaut.

Die Strommasten in unserer Region werden bis zu einer Höhe von 89 Metern gebaut.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Noch im Frühjahr soll der Bau der Stromtrasse Wahle-Mecklar in unserer Region beginnen. Das sagte ein Sprecher des Netzbetreibers Tennet. „Wir rechnen wöchentlich mit dem Planfeststellungsbeschluss. Dann haben wir Baurecht und legen los“, erklärte Markus Lieberknecht.

Die Baugenehmigung erteilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Eine Sprecherin legte sich nicht fest, wann es so weit ist. Sie dementierte die Tennet-Aussage aber nicht.

Die 230 Kilometer lange Leitung soll das Umspannwerk in Wahle im Kreis Peine – unweit von Braunschweig – mit dem im hessischen Mecklar verbinden. Der Bau der Höchstspannungsleitung ist umstritten: Kritiker äußerten Bedenken über Elektrosmog und eine Verschandelung der Landschaft .

Alleine im Abschnitt A zwischen Mecklar und Lamspringe bei Hildesheim wird der niederländische Konzern Tennet 111 Strommasten mit bis zu 89 Metern Höhe bauen. Es hätten mehr Masten sein sollen, doch Sigmar Gabriel (SPD) setzte sich in seiner Zeit als Bundeswirtschaftsminister für eine 13 Kilometer lange Strecke mit Erdkabeln in seinem Wahlkreis Salzgitter/Wolfenbüttel ein. Dadurch entfallen 37 Masten auf der einst komplett als Freileitung geplanten Strecke.

Peter Rösch von der Bürgerinitiative Erdkabel Innerstetal begrüßt den Einsatz Gabriels ausdrücklich. „Wir wollten eine Leitung, die möglichst schonend gebaut wird“, sagte er. Durch die Teilstrecke mit Erdkabeln verzögerte sich der Baubeginn. Die Leitung soll 2021 in Betrieb gehen. Die Kosten steigen auf eine Milliarde Euro. Die zahlt der Verbraucher über den Strompreis. Alleine das Umspannwerk in Wahle musste für 26 Millionen Euro aufgerüstet werden. Die Leitung soll die Stromversorgung sichern. Lieberknecht: „Das Netz ist an der Kapazitätsgrenze.“

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