Kaum Neugeborene in Niedersachsen als divers gemeldet

Hannover.  Intersexuelle Menschen können dies nun auch eintragen lassen. Geschlecht: divers. Unter den Neugeborenen in Niedersachsen gibt es aber kaum Fälle.

Ein Plakat wirbt für eine dritte Option für die Geschlechtsbezeichung intersexueller Menschen. In Niedersachsen lassen kaum Eltern für ihre Neugeborenen „divers“ als Geschlecht eintragen.

Ein Plakat wirbt für eine dritte Option für die Geschlechtsbezeichung intersexueller Menschen. In Niedersachsen lassen kaum Eltern für ihre Neugeborenen „divers“ als Geschlecht eintragen.

Foto: Jan Woitas / dpa

Rund drei Monate nach der Einführung der offiziellen Geschlechtsbezeichnung „divers“ haben kaum Eltern in Niedersachsen ihre Neugeborenen entsprechend eintragen lassen. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in sieben niedersächsischen Städten hervor.

In diesem Jahr sei bisher in Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Osnabrück, Oldenburg und Lüneburg kein Baby als divers gemeldet worden. Lediglich in Göttingen gab es einen Fall.

Regelung gilt nicht für Transsexuelle

Der Bundestag hatte Mitte Dezember die Einführung einer zusätzlichen Geschlechtsbezeichnung beschlossen. Eltern können ihre Babys als divers eintragen lassen, wenn eine ärztliche Bestätigung der Intersexualität vorliegt.

Auch erwachsene Intersexuelle haben die Möglichkeit, ihr Geschlecht in amtlichen Dokumenten nachträglich in „divers“ ändern zu lassen. Auch sie benötigen einen Nachweis oder eine eidesstattliche Erklärung. Diese Regelung gilt nicht für Transsexuelle. dpa

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