Falsche Polizisten sollen 700.000 Euro erbeutet haben - Urteil

Hannover.  Das Landgericht Hannover verhandelt gegen sechs Männer und eine Frau, die sich bei mindestens 22 Taten als Polizisten ausgaben, um Geld zu erbeuten.

Ein Mann hält einen Telefonhörer in der Hand. Falsche Polizisten sollen insgesamt 700.000 Euro erbeutet haben.

Ein Mann hält einen Telefonhörer in der Hand. Falsche Polizisten sollen insgesamt 700.000 Euro erbeutet haben.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Mehr als 700.000 Euro sollen Kriminelle erbeutet haben, die sich als Polizisten ausgegeben und alte Leute um ihr Geld gebracht haben sollen. Seit Juni wird deswegen im Landgericht Hannover gegen sechs Männer und eine Frau verhandelt, am Dienstag (14 Uhr) soll das Urteil gesprochen werden.

Täter manipulieren Display des Telefons

Die Masche der Bande war immer dieselbe. Ein Täter rief die Opfer mit einer manipulierten Telefonnummer vermutlich aus der Türkei an. Mit erfundenen Einbrechergeschichten wurden die Senioren dazu bewegt, Geld oder Schmuck zur Abholung durch die Polizei in der Nähe ihrer Haustüren abzulegen. Weil die Drahtzieher ihre Telefonnummer manipulierten, wurde im Display der Opfer eine Rufnummer der örtlichen Polizei angezeigt. Die 22 angeklagten Taten sollen sich zwischen Mai 2017 und September 2018 ereignet haben.

Mann aus Hameln verliert 130.000 Euro an falsche Polizisten

In einem Fall ließ sich ein Mann in Hameln 40.000 Euro von seinem Konto auszahlen und hinterlegte darüber hinaus noch zwei Goldbarren zur Abholung an seinem Hintereingang. Der Gesamtschaden allein dieses Opfers betrug 130.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft legt den Angeklagten banden- und gewerbsmäßigen Betrug zur Last.

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