Neuer Ausbruch der Masern in Niedersachsen – auch im Kreis Peine

Hannover.  Den Angaben der Gesundheitsbehörden nach sind damit seit Jahresbeginn 89 Menschen an Masern erkrankt – so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr.

Masern gelten als Kinderkrankheit – sie sind aber alles andere als harmlos.

Masern gelten als Kinderkrankheit – sie sind aber alles andere als harmlos.

Foto: Friso Gentsch / dpa

In Niedersachsen gibt es neue Masern-Fälle. Im Landkreis Hildesheim seien drei Menschen erkrankt, im Landkreis Peine sei eine damit zusammenhängende Ansteckung festgestellt worden, teilte das Landesgesundheitsamt am Dienstag in Hannover mit. Betroffen seien jeweils junge Erwachsene. Die Gesundheitsämter der beiden Kreise hätten Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung der hochansteckenden Krankheit zu verhindern.

So viele Erkrankungen wie seit 15 Jahren nicht mehr

Den Angaben nach sind damit seit Jahresbeginn 89 Menschen in Niedersachsen an Masern erkrankt – so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Etwa die Hälfte der Fälle zählte zu einem großen Ausbruch der Krankheit im Frühjahr im Landkreis Hildesheim. Die neuen Fälle hängen nicht damit zusammen, teilte das Landesamt mit. Die Ansteckung sei bei einer Auslandsreise erfolgt.

Keine reine Kinderkrankheit

Die neuen Fälle belegen, dass Masern keine Kinderkrankheit seien. Mehr als die Hälfte der in diesem Jahr erkrankten Patienten in Niedersachsen sei älter als 20 Jahre. Der Bundestag hat Mitte November eine Impfpflicht für Kinder wie für Angestellte in Schulen und Kitas beschlossen. Das gilt auch für Flüchtlingsunterkünfte und Gesundheitseinrichtungen.

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