Landes-Beteiligungsgesellschaft erwartet erneut hohen VW-Gewinn

Hannover.  Niedersachsen hält unter anderem 20 Prozent der Stimmrechte bei Volkswagen. Aus den Stammaktien könnten 325 Millionen Euro für das Land entfallen.

Insgesamt erzielte VW 2018 nach Steuern 12,15 Milliarden Euro Gewinn.

Insgesamt erzielte VW 2018 nach Steuern 12,15 Milliarden Euro Gewinn.

Foto: VW-Betriebsrat / Wolfsburger Nachrichten

Die Beteiligungsgesellschaft des Landes Niedersachsen geht auch in diesem Jahr von einem Milliardengewinn bei Volkswagen aus. Sie rechnet mit einer Dividende von 5,50 Euro pro gehaltener VW-Stammaktie, wie aus ihrem Wirtschaftsplan hervorgeht. Für das vorangegangene Jahr 2018 hatte der Autohersteller aus einem Bilanzgewinn von knapp 2,42 Milliarden Euro noch eine Ausschüttung von 4,80 Euro je Stammpapier gezahlt. Allein auf die entsprechenden Anteile Niedersachsens könnte nun ein Ertrag von etwa 325 Millionen Euro entfallen, erklärte die Landesregierung am Dienstag.

Land ist auch Investor bei der Salzgitter AG und der Deutschen Messe AG

Das Kabinett in Hannover hatte zuvor den Planungen der Hannoverschen Beteiligungsgesellschaft (HanBG) für 2020 zugestimmt. In der HanBG bündelt Niedersachsen seine Anteile an großen Unternehmen. Das Land hält unter anderem 20 Prozent der Stimmrechte bei Volkswagen, ist aber auch staatlicher Investor bei der Salzgitter AG, der Deutschen Messe AG oder der Norddeutschen Landesbank (NordLB).

Insgesamt erzielte VW 2018 nach Steuern 12,15 Milliarden Euro Gewinn. Auch bei Salzgitter rechnet die HanBG wieder mit einer Dividende.

Niedersachsen trägt 45 Prozent der NordLB

Im Fall der NordLB werden sich die Anteile verschieben. Die Rettung des Instituts, das vor allem durch marode Schiffskredite in eine Schieflage geriet, läuft über eine Kapitalerhöhung, die kürzlich von der EU-Kommission genehmigt wurde. Danach soll die HanBG ungefähr 8 Prozent an der NordLB halten, 45 Prozent trägt die Niedersachsen Invest GmbH (NIG). Die Opposition im Landtag sieht diese Konstruktion kritisch - sie würde die nötigen Mittel lieber im regulären Haushalt statt in „Schattenhaushalten“ der Verwaltungsgesellschaften sehen. dpa

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