Coronavirus in der Region – hier finden Sie alle Informationen

Braunschweig.  Das Coronavirus beschäftigt Deutschland und unsere Region. Alle Fälle in der Region und worauf man jetzt achten muss, stehen in der Übersicht.

Ein zurzeit gängiges Bild: Ein Abstrich für einen Corona-Test wird vorbereitet. (Symbolbild)

Ein zurzeit gängiges Bild: Ein Abstrich für einen Corona-Test wird vorbereitet. (Symbolbild)

Foto: Tom Weller / dpa

Seit Ende Dezember breitet sich das Coronavirus weltweit aus. Seinen Anfang genommen hatte die Infektion in China in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei .

Auch in unserer Region herrscht Sorge über die schnelle Verbreitung des Virus . Deshalb fassen wir an dieser Stelle alle Informationen zusammen, die es zum Corona-Virus rund um Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Gifhorn, Peine, Wolfenbüttel und Helmstedt gibt.

Wie viele Niedersachsen sind oder waren mit dem Coronavirus nachgewiesen infiziert?

Stand 3. Dezember waren laut Gesundheitsministerium in Niedersachsen 74.470 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

In Niedersachsen sind laut Landesgesundheitsamt (Stand 3. Dezember, 9 Uhr) insgesamt 1225 Corona-Tote zu verzeichnen – 58 davon in Wolfsburg , 19 in Peine , 24 in Braunschweig , 28 in Salzgitter , 28 in Wolfenbüttel , 8 in Gifhorn und 3 Todesfälle in Helmstedt .

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus steigt in Deutschland weiter an. Die stets aktuellen Zahlen sind auf einer interaktiven Karte zu finden.

Wie ist die Lage in der Region?

In der Region gibt es Corona-Fälle sowie Tote. Die jeweils aktuellen Zahlen finden Sie in den jeweiligen lokalen FAQ-Artikeln :

Welche Coronaregeln gelten in Niedersachsen?

Die neue Corona-Verordnung , die ab Dienstag, 01. Dezember, in Kraft tritt, sieht angesichts steigender Infektionszahlen weitere Einschränkungen vor. Bars und Restaurants bleiben geschlossen, Kulturveranstaltungen und Amateursport fallen aus. Zudem sind die Kontaktbeschränkungen verschärft worden, Ausnahmen gibt es an Weihnachten.

Ab Montag gelten in Niedersachsen diese neuen Corona-Regeln

Kontaktbeschränkung: Im privaten Rahmen dürfen sich maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem anderen Hausstand aufhalten. Ausgenommen aus der Zählung sind Kinder unter 14 Jahren, für Angehörige entfällt außerdem die Hausstandsregel.

Eine Ausnahme hiervon bilden die Feiertage. Zwischen dem 23. Dezember bis längstens 1. Januar 2021 sollen Treffen im engsten Familien- und Freundeskreis möglich sein. In diesem Zeitraum dürfen sich sowohl in Innenräumen als auch draußen maximal 10 Personen gemeinsam treffen, Kinder bis 14 Jahren sind davon ausgenommen.

Religiöse Zusammenkünfte mit dem Charakter einer Großveranstaltung müssen vermieden werden. Die Landesregierung werde dafür das Gespräch mit den Religionsgemeinschaften suchen.

Gastronomie, Freizeit und Tourismus: Geschlossen werden sämtliche Gastronomiebetriebe, ausgenommen ist der Außer-Haus-Verkauf. Dicht machen müssen auch Theater, Museen, Opernhäuser und Büchereien ausschließlich der wissenschaftlichen Bibliotheken. Ebenfalls geschlossen bleiben müssen Kinos, Freizeitparks, Zoos, Messen, Spielhallen, Schwimmbäder, Saunen, Fitnessstudios und Sporteinrichtungen, Kosmetikstudios und Massagepraxen sowie Prostitutionsbetriebe. Geöffnet bleiben dürfen Friseure und medizinische Behandlungspraxen.

Touristische Übernachtungen sind sowohl in Hotels, als auch auf Campingplätzen untersagt, ebenso wie touristische Bus-, Schiffs- oder Kutschfahrten. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zudem aufgerufen, private Reisen zu vermeiden – insbesondere mit Ausblick auf die aktuelle Skisaison.

Einzelhandel: Der Groß- und Einzelhandel bleibt geöffnet – allerdings mit verschärften Maßnahmen. So darf sich in Geschäften mit bis zu 800 Quadratmetern Fläche maximal ein Kunde pro 10 Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Bei Geschäften mit einer Fläche von über 800 Quadratmetern darf sich höchsten eine Person auf 20 Quadratmetern Verkaufsfläche befinden. Bei Einkaufszentren , wie den Schlossarkaden, wird die Gesamtverkaufsfläche angesetzt. Diese müssen durch ein Einlassmanagement verhindern, dass es zu Schlangenbildungen kommt.

Die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ihre Einkäufe möglichst unter der Woche zu erledigen.

Gibt es in Niedersachsen wegen des Coronavirus eine Maskenpflicht?

Ja, in Niedersachsen gilt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus . Seit dem 27. April ist das Tragen einer Maske im Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht.

Eine Maskenpflicht gilt außerdem unter anderem in allen geschlossenen Räumen, in Verkehrsmitteln, bei der Fahrschulausbildung und im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs. Zudem gilt die Maskenpflicht nun an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten oder wenn Menschen sich im öffentlichen Raum auf engem Raum oder für eine längere Zeit aufhalten. Auf Parkplätzen und vor Einzelhandelsgeschäften muss nun ebenfalls eine Maske getragen werden.

Auch im Betrieb ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Sofern zwischen den Arbeitsplätzen der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, darf die Maske etwa am Schreibtisch abgenommen werden.

Arbeitgeber sollen zudem dringend prüfen, inwiefern sie die Betriebe durch Maßnahmen wie Betriebsferien oder Homeoffice zwischen dm 23. Dezember und dem 1. Januar schließen können.

Wer in Niedersachsen gegen die Pflicht zum Tragen einer Maske etwa beim Einkaufen oder in Bus und Bahn verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro .

Braunschweiger Expertin- Corona-Maske nie an Kinn und Hals parken

Noch mehr zum Thema Maskenpflicht:

Corona: Was passiert, wenn jemand gegen Quarantäne-Auflagen verstößt?

Die Quarantäne dient dem Schutz aller Menschen vor der weiteren Ausbreitung des Coronavirus. Es ist daher sehr wichtig, sich an die Anordnung zu halten. Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer hohen Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Es ist ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro vorgesehen.

Wie geht es für die Schulen weiter?

In den Schulen soll der Präsenzbetrieb weitergehen, in den weiterführenden Schulen gilt in Corona-Hotspots künftig eine Maskenpflicht. In den Wechselbetrieb mit geteilten Klassen müssen Schulen künftig gehen, wenn der Inzidenzwert von 200 in der Region überschritten wurde.

Bei Auslandsreisen in Risikogebiete gilt weiterhin bei der Rückkehr eine Quarantänepflicht. Ausgenommen sind unter anderem Menschen, die beruflich kurzzeitig im Ausland sind oder Menschen, die sich dort weniger als 48 Stunden aufhalten.

Lesen Sie mehr dazu: Niedersachsen- Maske im Unterricht gilt für Schüler ab Klasse 5

Welche Anlaufstellen gibt es in der Region im Verdachtsfall auf Corona?

Allgemein gilt: Wer bei sich Symptome einer Erkrankung feststellt, sollte seinen Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren, aber nicht spontan in irgendein Krankenhaus fahren, um eine weitere Ansteckung zu vermeiden.

Für die Einwohner Wolfsburgs gibt es zusätzlich eine Informationshotline . Wolfsburger, die befürchten vom Virus betroffen zu sein, können täglich zwischen 10 und 18 Uhr unter der Telefonnummer (05361) 282828 abklären, wie sich verhalten sollen. Die Angestellten gehen mit den Anrufern einen Fragenkatalog durch und verweisen sie je nach Ergebnis an den Hausarzt, das Gesundheitsamt oder das Klinikum. Die Hotline ist auch an den Wochenenden besetzt.

Im Landkreis Gifhorn hat das kostenlose Bürgertelefon im Corona-Verdachtsfall die Telefonnummer (0800) 8282444.

In Peine ist die Corona-Notfallnummer (05171) 401-7777.

Im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung haben inzwischen in zahlreichen Landkreisen spezielle Testzentren ihre Arbeit aufgenommen. Dort, wo es noch keine solche Zentren gibt, seien mobile Testteams unterwegs, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) mit. Sie nehmen in begründeten Verdachtsfällen Abstriche von Patienten.

Das Gesundheitsamt Wolfenbüttel empfiehlt für den Verdachtsfall: „Den Hausarzt oder Hausärztin anzurufen, aber zunächst nicht direkt in die Praxis zu gehen. Im Telefonat kann ein Untersuchungstermin beim Hausarzt vereinbart werden. Wenn die Hausärztin nicht erreichbar ist, etwa am Wochenende, sollte der kassenärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 angerufen werden. Eine weitere Möglichkeit ist, das Klinikum anzurufen und den Fall schildern.“

Die Stadt Braunschweig hat für allgemeine Fragen zum Thema Coronavirus an das Gesundheitsamt ein Telefon eingerichtet. Dieses erreichen Sie unter der Nummer (0531) 4707000. Außerdem können sich Bürger außerhalb der Sprechzeiten der Hausärzte unter 116 117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden.

Die Helios-St.-Marienberg-Klinik Helmstedt bietet eine eigene Telefon-Hotline für Anfragen rund um das Coronavirus. Die kostenfreie 24-Stunden-Hotline ist unter (0800) 8123456 erreichbar, wie die Helios-Kliniken GmbH mitteilt.

Wie ist die Lage in den Kliniken in der Region?

Nach dem Herzogin-Elisabeth-Hospital schließt am Freitag, 30. Oktober, auch das Krankenhaus Marienstift seine Türen für Besucher. Grund sind die rasant steigenden Corona-Zahlen. Ausgenommen sind nach Mitteilung des Krankenhauses die Bereiche der Intensiv- und Palliativmedizin sowie der Geburtshilfe: Bei der Geburt könne weiterhin eine Begleitperson dabei sein. Besuche von intensiv- oder palliativmedizinisch betreuten Patienten müssten zuvor mit Arzt und Pflegeteam abgestimmt werden.

Das Braunschweiger Klinikum hält dagegen vorerst an seiner eingeschränkten Besuchsregelung fest: Zwischen 14 und 19 Uhr dürfen Patienten für höchstens 30 Minuten einen Besucher empfangen. Auf den Intensivstationen, in der Geburtshilfe und für Palliativpatienten gelten wie im Marienstift individuelle Besuchszeiten nach Absprache.

Was ist das Coronavirus?

Das neuartige Coronavirus oder auch „Covid-19“ für „Corona virus disease 2019“ wird durch das bis Dezember 2019 unbekannte SARS-CoV-2 ausgelöst. Der Verlauf ähnelt einer Lungenentzündung . Bei den meisten Menschen treten nur schwache Symptome auf. Die wichtigsten Symptome von Corona sind Fieber und trockener Husten.

Um einer Ausbreitung in Staaten ohne leistungsfähige Gesundheitssysteme entgegenzuwirken, rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 30 . Januar 2020 die internationale Gesundheitsnotlage aus und spricht inzwischen von einer Pandemie.

Coronavirus: Wer kommt in Quarantäne?

In Quarantäne kommen alle Menschen, die getestet werden UND die Menschen, die Kontakt mit einem nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen hatten. Die zuletzt genannte Gruppe ist ansteckungsverdächtig, ohne bereits krank zu sein. Das Gesundheitsamt ordnet die Quarantäne an. In der Regel sollen sich die betroffenen Menschen zu Hause isolieren. Schwerkranke werden gegebenenfalls im Klinikum isoliert.

Wann wird man wieder aus der Quarantäne entlassen?

Wenn jemand, der gar nicht erst getestet wurde, nach 14 Tagen Quarantäne symptomfrei und gesund ist, wird die Quarantäne aufgehoben. Falls jemand positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wird ebenfalls nach 14 Tagen Quarantäne geschaut, ob der Betroffene symptomfrei ist. Dann findet vor Aufhebung der Quarantäne noch ein abschließender Test statt.

Wie kann man sich gegen das Corona-Virus schützen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion .

Häusliche Quarantäne: Die wichtigsten Infos auf einen Blick
Häusliche Quarantäne- Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Deshalb gilt als beste Schutzmaßnahme : regelmäßiges und gründliches Händewaschen . Körperkontakt und Händeschütteln sollte vermieden werden. Wer grippeähnliche Symptome hat, sollte zu Hause bleiben und einen Arzt kontaktieren . Es gilt – wie auch bei der Grippe – die Husten- und Niesetikette.

Wie berichtet die Tageszeitung über Corona?

Das schreibt Chefredakteur Armin Maus zu unseren Richtlinien zur Corona-Berichterstattung: Wie sollten Journalisten mit Corona umgehen? Berichten wir auch in dieser Zeitung zu wenig, zu viel oder gerade richtig? Die Meinungen gehen auseinander. Unser Anspruch muss sein, belastbare Informationen zu liefern, auf Übertreibungen zu verzichten, Fakten sorgfältig einzuordnen und Hintergründe zu beleuchten. Eines können wir nicht: Das Interesse unserer Leserinnen und Leser ignorieren und das Thema künstlich „niedrig hängen“. Die Online-Zugriffe auf unsere Berichterstattung zu aktuellen Corona Entwicklungen liegen bei einem Vielfachen der Werte, die andere wichtige Themen erreichen.

Dürfen wir für diese Informationen Geld verlangen? Auch diese Frage wird heiß diskutiert. Müssen bei einem so wichtigen Thema die News nicht frei zugänglich sein? Abonnenten unserer gedruckten Zeitung und unseres E-Papers führen diese Debatte nicht. Sie bezahlen uns Monat für Monat für unsere Arbeit, weil sie wissen, dass unabhängiger Qualitätsjournalismus nur auf dieser Basis möglich ist. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir haben uns verständigt, die Grundversorgung mit den Informationen zur Corona-Pandemie im Internet gratis zur Verfügung zu stellen. Das entspricht unserer Verantwortung für das Gemeinwohl.

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