Niedersachsen: Gesundheit geht laut Gericht vor Religionsausübung

Hannover.  Das Verwaltungsgericht Hannover entschied gegen einen Eilantrag, der sich gegen religiöse Beschränkungen auch in der Osterzeit richtete.

Das Verwaltungsgericht in Hannover lehnte einen Eilantrag gegen religiöse Beschränkungen im Zuge der Corona-Regeln ab. Die Verordnung gilt auch über die Ostertage.

Das Verwaltungsgericht in Hannover lehnte einen Eilantrag gegen religiöse Beschränkungen im Zuge der Corona-Regeln ab. Die Verordnung gilt auch über die Ostertage.

Foto: Paul Zinken / picture alliance / dpa

Der Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung ist nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Hannover derzeit dem Recht auf freie Religionsausübung übergeordnet.

Hannover: Verwaltungsgericht weist Eilantrag gegen Corona-Beschränkungen bei Religionsausübungen ab – Gesundheitsschutz geht vor

Die 15. Kammer wies einen entsprechenden Eilantrag gegen die Coronavirus- Beschränkungen der Region Hannover ab, wie das Gericht am Mittwoch bekannt gab. Der Antragsteller hatte zuvor argumentiert, die Verfügung beschränke die Religionsausübung von Christen und Juden. Dabei hob er die Bedeutung des Osterfestes sowie des Pessachfestes hervor.

Corona-Regeln: Gericht lässt offen, ob Landesverfügung voll rechtmäßig ist – auch Zusammenkünfte in Gotteshäusern sind untersagt

Offen lies das Gericht jedoch, ob die Allgemeinverfügung der Region Hannover in allen Punkten rechtmäßig und verhältnismäßig ist. Gegen die Entscheidung kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingereicht werden.

Die Mitte März erlassene Verfügung sieht vor, dass Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und anderer Glaubensgemeinschaften aufgrund der Corona-Pandemie verboten sind. dpa

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