Tourismusverband: Sommerferien-Verlegung ist denkbares Szenario

Hannover.  Sollten die Corona-Beschränkungen bis in den Sommer hineinreichen, hält der Tourismusverband eine Verschiebung der Ferien nach hinten für denkbar.

Urlauber schwimmen und planschen am Strand von Norddeich in der Nordsee. Wegen der Corona-Beschränkungen befürchtet der Tourismusverband Niedersachsen starke Einbußen im Tourismus. (Archivbild)

Urlauber schwimmen und planschen am Strand von Norddeich in der Nordsee. Wegen der Corona-Beschränkungen befürchtet der Tourismusverband Niedersachsen starke Einbußen im Tourismus. (Archivbild)

Foto: Mohssen Assanimoghaddam / dpa

Wegen möglicher massiver Corona-Beschränkungen bis in den Sommer hinein hält der Tourismusverband Niedersachsen eine Verschiebung der Sommerferien nach hinten für denkbar.

„Für diese Ausnahmesituation und für den Fall könnte das eine Lösung sein“, sagte der Vorsitzende Sven Ambrosy am Mittwoch. „Wenn jetzt auch noch komplett die Sommerferien ausfallen sollten, ist das eine ganz große Katastrophe für Tourismusgebiete wie hier an der Nordsee.“

Damit nimmt Ambrosy Bezug auf die Aussagen von Ärztepräsident Klaus Reinhardt, der im Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte: „Ich glaube nicht, dass die Deutschen in diesem Sommer schon wieder Urlaubsreisen machen können.“

Ambrosy fordert Offensivprogramm für Investitionen

Gleichzeitig wandte sich Ambrosy mit dem einem Sechs-Punkte-Sofortprogramm an das Wirtschaftsministerium in Hannover. „Wir wollen ein Offensivprogramm für Investitionen, weil nach der Corona-Krise der Tourismus teilweise sogar wieder aufgebaut werden, zumindest aber gestärkt werden muss.“

Auch für die Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes, Carola Schmidt, wäre das Szenario des Ärztepräsidenten eine Katastrophe: „Das ist bisher Gott sei Dank nur eine Einzelaussage und ich möchte mir das nicht vorstellen, was das hier bedeutet. Das würde einen Großteil unserer Betriebe in die Insolvenz bringen.“

Coronavirus in Niedersachsen- Alle Fakten auf einen Blick

Mit Blick etwa nach Österreich habe der Verband aber eher die Hoffnung, dass Lockerungen folgten. „Klar müssen wir uns damit abfinden, dass es bestimmte Beschränkungen geben wird, Hygienevorgaben, Abstandregelungen in Restaurants, Hotels et cetera. Aber da sehe ich nicht das Problem, dass man das umsetzen kann“, so Schmidt. dpa

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