Corona-Gefahr: Weil warnt vor großen privaten Feiern

Hannover.  Nach der Bund-Länder-Konferenz mahnt Niedersachsens Ministerpräsident zur Vorsicht.

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, kommt mit Mund-Nasen-Schutz in den niedersächsischen Landtag. Am Dienstag appellierte er nach einer Bund-Länder-Schaltkonferenz an die Disziplin der Bürger.

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, kommt mit Mund-Nasen-Schutz in den niedersächsischen Landtag. Am Dienstag appellierte er nach einer Bund-Länder-Schaltkonferenz an die Disziplin der Bürger.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat angesichts steigender Corona-Fallzahlen auch in Niedersachsen zur Vorsicht gemahnt. „Wir sind alle in Sorge“, sagte Weil am Abend in Hannover nach einer Bund-Länder-Schaltkonferenz. Er verwies als mutmaßliche Hauptquelle der Corona-Ausbreitung auf private Feiern. Diese seien ein „neuralgischer Punkt“.

Falsche Angaben bei Restaurantbesuchen werden mindestens 50 Euro kosten

Als „Mindeststandards“ sollen bei mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche daher maximal 50 Personen in öffentlichen Räumen und in privaten Räumen höchstens 25 zusammenkommen. Dies werde „empfohlen“, sagte Weil. Bei einer sogenannten 7-Tage-Inzidenz von mehr als 50 soll öffentlich 25, privat 10 Personen gelten. Diese Regelungen gelten aber nur in den „Hotspots“.

Die nächste Corona-Verordnung des Landes wird derzeit erarbeitet. Die aktuelle Verordnung läuft am 8. Oktober aus. Die Landesregierung plane in der nächsten Woche für die neue niedersächsische Verordnung über Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nur Veränderungen, die insgesamt das Schutzniveau stärkten, betonte Weil. Weil kündigte weiter an, dass Falscheinträge in Restaurants mit mindestens 50 Euro Bußgeld geahndet werden sollen - „vielleicht auch höher“, sagte Weil. In einer Erklärung der Staatskanzlei heißt es dazu, Gastwirte sollten die Kontaktdaten „auf Plausibilität prüfen“.

„Maske ist ein Grundpfeiler“

Die Maske sei ein Grundpfeiler des Infektionsschutzes, betonte Weil weiter. Ein wichtige Rolle werde auch das Stoßlüften spielen, so in Schulen. „Auch aus Sicht der Niedersächsischen Landesregierung hat es sich bewährt, auf bundesweite Regeln zu Abstand, Hygiene und Alltagsmasken zu setzen, Teststrategien miteinander abzustimmen und Kontaktnachverfolgungen sicherzustellen und auf regionale Hotspots gezielt regional zu reagieren,“ so Weil weiter. Schulen sollen offengehalten werden, betonte Weil.

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